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Der ſeltene räthſelhafte Charakter dieſer Frau hüllte fich in tiefes Schweigen über jene Beziehung, in der ſie und der ermordete Czar, der ihr ſtets die aufrichtigſte Ehrerbietung erwieſen, zu einander geſtanden hatten. Sie verachtete Baſils Handlungsweiſe als eine nach dem Winde ſich drehende, aber ihr Scharfblick ſagte ihr, daß das von ihm angeſtiftete blutige Ereigniß der Fußſchemel für ſei⸗ nen Aufſchwung zum Throne werden würde und er war wenigſtens der Geiſtvollſte unter den Großen des Reiches. Von nun an verſchwand Marfa's Name aus der Oeffent⸗ lichkeit, nur Baſil Schuiski fand es anfänglich noch für zweckmäßig, einige ſie betreffende Protokolle anfertigen zu laſſen, um dem ruſſiſchen Volke die Ueberzeugung auf⸗ zudringen, der gemordete Czar ſei ein Betrüger, ein Aben⸗ teurer geweſen. Dieſe Schriften aber trugen das Kenn⸗ zeichen des Gemachten zu deutlich an der Stirne, da ſie mit Marfa's Charakter im offenbarſten Widerſpruche ſtanden.
Moskau blieb mehrere Tage lang ein Schauplatz der wilden entfeſſelten Leidenſchaften des Pöbels, der lär⸗ mend die Straßen durchzog und ſich an der blutigen Schauſtellung der beiden Leichen des Czaren und Basma⸗ now's vergnügte. Die Weiber des moskauiſchen Pöbels,
deſſen dumme Rohheit zu anderer Zeit durch hündiſch
kriechende Demuth in Feſſeln gehalten wurde, feierten hier grauſige Orgien und alle nur denkbaren Mißhand⸗ lungen wurden an den beiden lebloſen Körpern von ihnen


