Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
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rend man mich in ſtrenger Bewachung hielt, damit ich nicht in Verzweiflung Hand an mich legen ſollte. Das Herz blendet das Auge in der Liebe wie im Schmerze... kein Menſch in Rußland zweifelt daran, daß mich der gränzenloſeſte Schmerz täuſchte.

Baſil Schuiski ſchüttelte mit dem Kopfe und ſagte: WDieſs Vorausſetzung konnte Dich damals aber nicht eiten.

Nein, Du haſt Recht. Nie wieder wäre jedoch der Augenblick gekommen, wo ich über Boris Gudonow's Schickſal hätte entſcheiden, als Czarin nach Moskau zu⸗ rückkehren können. Ich mußte ihn feſthalten, der Himmel hatte mein Gebet um Rache an meinem Verderber er⸗ hört. O, ich genoß die Freude, ihn vor Angſt zittern zu wiſſen, denn ſeinen an mich mit der Forderung, ich ſolle das Zeugniß abgeben, daß der mit einem Polenheere ge⸗ gen ihn aufgetretene Czarewitſch nicht mein Sohn ſei, geſendeten Boten fertigte ich mit der Antwort ab, daß ich nicht eher darüber entſcheiden könne, bis er mir ihn perſönlich gegenüber geſtellt, denn bei Gott ſei Alles möglich.

Und dieſer Gedanke wurde Dir ein liebes Eigen⸗ thum, redete Baſil.Du entſchloſſeſt Dich, Deiner Rache ein Opfer mit Deinem Herzen zu bringen, einen Betrüger als Sohn anzuerkennen.

Marfa ließ eine Pauſe verſtreichen, dann warf ſie