Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
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letzter ſchwacher Faden das Menſchenherz an irdiſches Treiben knüpft, verfloß mir, hinter der ein all' ſeines Werthes beraubtes Leben als Vergangenheit lag und ein gänzlich werthloſes Leben als Zukunft ſich bot, Jahr auf Jahr, da plötzlich...

Die Sprechende unterbrach ihre Rede, ſich raſch von ihrem Sitze erhebend. Ihr granitnes Antlitz ſchien von einem übermächtigen Lebenshauche beſeelt, ſeine Züge bebten unter der Gewalt einer großen Seelenbewegung, die in ihrem ſonſt kalten ruhigen, nun ſtrahlenden Blicke, in ihrer gehobenen Stimme und raſcheren Rede ſich kund gab. Da plötzlich ward mir die unerwartete Nachricht, der zu Uglitſch gemordete Czarewitſch lebe und erhebe Anſpruch auf den Czarenthron! rief ſie.

Baſil Schuiski ſchaltete mit ſarkaſtiſchem Tone ein: Nun, in ganz Rußland konnte Niemand beſſer wiſſen als Du, welch' ein Poſſenſpiel eines Abenteurers Frech⸗ heit trieb.

Marfa blickte ihn ſo feſt und durchdringend an, daß er den Blick von ihr abwendete.Meinſt Du, es ſei Unmögliches, daß Jemand, deſſen Tod wir beweinen, dennoch lebe? fragte ſie.Welchen Täuſchungen gibt ſich ein ſchmerzzerriſſenes Mutterherz nicht gern hin! Man hatte mich gewaltſam von dem mit Blut überron⸗ nenen Körper meines Sohnes entfernt, weil ich dem Wahnſinne nahe war... man begrub die Leiche, wäh⸗

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