Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
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Sohn Fedor, aus fruͤherer Ehe mit Anaſtaſia Romanow, den er nicht liebte, zu Gunſten meines ihm geborenen Soh⸗ nes Dimitry des Thrones für verluſtig zu erklären, machte ſein ſchneller Tod und die Beredtſamkeit ſeines Günſtlings Boris Gudonow, der, wie ich für meinen Sohn die Re⸗ gentin Rußlands, für den ſchwächlichen, geiſtesarmen Fe⸗ dor Regent werden wollte, unmöglich. Was war es wei⸗ ter! ich hatte ein Spiel verloren; aber eine Hoffnung war mir geblieben. Wenn der Schwächling Fedor ſtarb, war mein Sohn Dimitry Erbe des Thrones und ichden⸗ noch Regentin an der Stelle des unmündigen Kindes. Boris wußte auch das zu verhindern. Das Ereigniß zu Uglitſch vernichtete meine Hoffnungen mit Einem Schlage. Gezwungen mußte ich, die um des Sohnes Leben Betro⸗ gene, den Schleier nehmen. Für mich war es Nacht ge⸗ worden. In dieſer Nacht flehte ich täglich an den Stufen des Altars des einſamen Kloſters Gott und ſeine Heiligen um Rache an..

Der Fürſt wollte ſie unterbrechen.Höre mir zu, gebot Marfa mit Hoheit.Es iſt ſo wenig, was ich von Dir fordere, gegen das, was Du an mir gethan. Nach kleiner Weile redete ſie weiter:So fern auch das Kloſter dem Verkehr der Welt lag, ſo drang doch die Nachricht, Boris Gudonow habe nach Fedors Tode den Thron beſtiegen, in mein Ohr. So niedergeſchmettert, los⸗ geriſſen von jedem Bande, welches, wenn auch nur als