Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
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ſein unausloſchlicher Haß gegen die die Nationalkirche verhöhnenden Lateiner machten ihn zu jeder That des Ver⸗ derbens an ihnen fähig. War es wirklich bei dieſem Mann eine gewiſſe Rückſichtsnahme auf das ſanfte Gemüth ſei⸗ nes künftigen Schwiegerſohnes oder hielt er ihn zu charak⸗ terſchwach, um ihm die Kenntniß von einer Angel egenheit anzuvertrauen, die Alles im Nu verändernd in das Ge⸗ ſchick Rußlands eingriff? er ſchwieg gegen Ephim von dem bevorſtehenden blutigen Ereigniſſe und dieſer würde keine Ahnung von demſelben erlangt haben, wenn nicht Walu⸗ jews ungewöhnliches Benehmen am verfloſſenen Abend ihm ſo ſeltſam vorgekommen wäre, daß er ſeine Aufmerk⸗ ſemtket unwilkürlig demſelben zuwenden mußte. Walujew ſprach der Branntweinflaſche, aus der er ſonſt nur einen kleinen Becher voll ſich einzugießen pflegte, auffallend oft und haſtig zu. Dabei führte er, der ſonſt ſo Schweigſame, ſeltſam klingende Reden, zuwei⸗ len lachte er hell auf und lief dann vor dem kleinen Hei⸗ ligenaltar hin, ſich niederwerfend und unter zahllos ge⸗ ſchlagenen Kreuzen alle Gebete, die ihm einfielen, vor ſich hinmurmelnd.Was iſt das? ſo habe ich ihn nie geſehen! ſagte Ephim zu ſich...iſt er närriſch ge⸗ worden? Und als ſie ſich zur Gutenacht trennten, faßte Walujew ihn am Arme und rief:Träume vom wieder frei gewordenen Rußland.. von einer prächtigen Hoch⸗ zeitsfreude, wo die ganze Hoͤlle als Trauzeuge erſcheint...