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legen ſich erdreiſten werde. Laute Zeichen des Unwillens hätte man beſtrafen können, aber dieſem ſtummen Verhal⸗ ten gegenüber konnte man nichts thun.
„Herr Kanzler,“ bemerkte Marina Misznek mit iro⸗ niſchem Lächeln gegen den Bojaren Wlaſſiew, den ſie von ſeinem Geſandtſchaftspoſten am königlichen polniſchen Hofe her kannte...„ich empfinde unausſprechliches Ver⸗ gnügen, ſo weit glücklich in's Innere Moskaus vorgedrun⸗ gen zu ſein, um mich nun über die Befürchtung, es wohne hier ein ſtummes Volk, beruhigen zu können.“
„Rechnen Ihre hohen Gnaden das Schweigen der Moskauer der unterthänigen Ehrerbietung zu, welche ſie ihrer künftigen Herrin gegenüber empfinden,“ entſchuldigte Wlaſſiew.
„Es iſt ſehr ſchön, was Du da ſagſt, Wlaſſiew,“ enkgegnete die Czarenbraut...„das Schweigen iſt eine ſo große Tugend, daß wir ſie in manchen Fällen ſogar nöthiger als das Reden bedürfen. O, ich glaube, mich bald in die Tugenden der Moskowiter hinein zu finden.“
Wlaſſiew, den Stachel in dieſer Entgegnung fühlend, zog ſich durch mehrmalige tiefe Verneigungen aus der Verlegenheit, etwas zu erwidern. Als Marina auf dem goldenen Lehnſeſſel unter dem offenen Zelte Platz genom⸗ men, begann der Fürſt Baſil Schuiski die feierliche Be⸗ grüßungsrede und die, wie er ſagte, aus warmem Herzen kommenden Glückwünſche, welche er ihr im Namen der
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