Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
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methut, von deſſen Krempe eine gleichartige Feder gleich zartem duftigen Flaum über ihr wie polirtes Ebenholz glän⸗ zendes Lockenhaar auf den ſchlanken Nacken herabwallte, und bei jeder Bewegung ihres von dem rollenden Wagen erſchütterten Körpers luſtig auf und niederhüpfte. Ihr Geſicht, ein ſchönes Oval, trug einen kaum merkbaren Anflug von Braun, aber eben dieſer Teint war es, der ihren etwas ſcharf ausgeprägten Zügen gleichſam einen Gehalt gab. Indem ſie dadurch das Liebliche kindlicher Züge verloren, gewannen ſie einen Ausdruck von Feſtigkeit und Energie, mit dem ihr einen großen Theil Stolz ver⸗ rathender Blick vortrefflich harmonirte. Unter langen Wimpern glänzte ein dunkles Augenpaar hervor, das zu⸗ weilen vornehm auf die ſie in Unterthänigkeit anſtarrende Menge herabſah.

Das Volk hatte ſich bisher ſchweigend verhalten, kein Jubelruf war erſchollen und dieſe ſtumme Begrüßung endete erſt, als ſie am Eingange der Brücke hielt und von den Großbojaren aus dem Wagen gehoben und nach dem Zelte geleitet wurde. Es war leicht herauszufühlen, daß die hier erſchallenden Jubelrufe beſohlen waren, denn ſie kon⸗ traſtirten ſchneidend gegen das vorige Schweigen. Viel⸗ leicht hatte der Czar nicht geglaubt, daß das gutmüthige Volk auf dieſe Weiſe ſeine alte Abneigung gegen Alles, was von Polen kam oder in irgend einer näheren Beziehung zu dieſem Lande des alten Erbfeindes ſtand, an den Tag zu