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ihren Augen den Czar zum Feinde der in Rußland herr⸗ ſchenden Kirche und verdächtigte all' ſein Thun.
Reitende Boten verkündeten die nahe bevorſtehende Herankunft Marina Miszneks, welcher der Magiſtrat der alten Czarenreſidenz an der Grenze des Stadtweichbildes, der Sitte zufolge, auf goldnen Tellern Brod und Salz über reicht hatte. Tiefe Stille herrſchte von nun an unter der an den beiden Enden der Moskoworet Moſt dichtgedrängten Zuſchauermenge, die Großbojaren begaben ſich an den Eingang zur Brücke, während der Patriarch mit den Wür⸗ denträgern der Kirche vor dem zum Empfange der hohen Braut aufgeſchlagenen Zelte verweilte. Einzelne Kano⸗ nenſchüſſe dröhnten von dem Moment an, wo Marina Misznek die Stadtgrenze erreicht hatte, in kleinen Pauſen fort. Bald drangen auch immer deutlicher zum Ohr der Harrenden kriegeriſche Trompetenfanfaren mit Paukenwir⸗ bel vermiſcht. Endlich nahte der Zug ſelbſt.
Eine Schaar ruſſiſcher Reiter auf kleinen unanſehn⸗ lichen, aber an Ausdauer und Schnelligkeit unübertreff⸗ lichen Roſſen zog voran, um Platz zu machen. Dieſer Reiterſchaar folgte der von acht koſtbar geſchirrten mit nach perſiſcher Sitte rothgefärbten Schweifen und Mäh⸗ nen aufgeputzten Apfelſchimmeln gezogene Staatswagen, in welchem die Czarenbraut allein ſaß. Den von Gold ſtrahlenden Wagen umringten die Krieger der deutſchen Leibwache aus drei Kompagnien beſtehend. Dieſe tapferen
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