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Deutſchen, in Sammet und Atlas gekleidet, mit wehenden Federhüten und vergoldeten Hellebarden waren für die Moskauer ein Gegenſtand bitteren Grolls, weil Czar De⸗ metrius ihnen, den fremden Legionären, beſonderes Ver⸗ trauen erwies. Den widerwärtigſten Eindruck jedoch mach⸗ ten die polniſchen Huſaren, welche mit eingelegten Lanzen, als gälte es allaugenblicklich zu einem Kampfe auf Tod oder Leben bereit zu ſein, den Zug hinter dem Wagen der Czarenbraut, ihrer Landsmännin, ſchloßen. Es war un⸗ möglich, den Moskauern oder überhaupt den Ruſſen einen unangenehmeren Anblick, eine verletzendere Erinnerung vor's Auge zu führen, als es durch dieſe bis an die Zähne gewaffnete Eskorte geſchah, denn nur wenige Zuſammen⸗ ſtöße zwiſchen Ruſſen und Polen hatten es im Verlaufe der Zeit gegeben, wo nicht das furchtbare Korps der To⸗ warzysz oder der polniſchen Flügelhuſaren den Sieg er⸗ rngen hätte.
Es war ein Korps von polniſchen Edelleuten, welche auf hohen Pferden ſaßen und mit einer vollſtändigen Rü⸗ ſtung bedeckt, ſo wie mit ungeheuer langen Lanzen be⸗ waffnet waren, die ſie mit bewunderungswürdiger Ge⸗ ſchicklichkeit führten.*) Einem Jeden von ihnen folgte
—————.— 7 8 *) Als König Sobieski zur Rettung Wiens von den dasſelbe belagernden Türken mit ſeinen Polen herbei eilte, befand ſich auch ein ſolches Korps Flügelhuſaren in ſeinem Heere.
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