Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
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Zuſchauer enger an einander drängten, um die von den Großwürdenträgern des Reiches ehrerbietigſt begrüßten Kirchenfürſten genauer zu ſehen, welche in ihren von Gold⸗ und Silberſtickereien blitzenden Feſtgewändern erſchienen, der einziehenden Czarenbraut dem uralten Herkommen ge⸗ mäß den Segen zu ertheilen. Dergleichen Aufzüge des hohen Klerus der morgenländiſchen Kirche bietet ſtets eine reiche, herrliche Augenweide. Kirchliche Pracht ver⸗ einigt ſich mit jener Ehrwürdigkeit, die ihren Ausdruck in den meiſt greifen, langbärtigen Geſtalten dieſer Prieſter indet. t Ephim war durch den an Walujew ergangenen be⸗ günſtigenden Vorruf von demſelben getrennt worden, in⸗ deß ſeine baumlange Figur vergönnte ihm ohne jegliche Beſchwerde über die Köpfe der vor ihm Stehenden hin⸗ wegzuſehen und er dachte gar nicht daran, ſeinen Stand⸗ punkt zu verändern, denn ſein Denken war jetzt auf Ande⸗ res gerichtet. Walujews Bemerkungen hatten inſofern einen Eindruck auf ihn gemacht, als dadurch ſein tief re⸗ ligiöſes Gefühl angeregt worden war. Es ſtimmte ſo ganz mit der Einfachheit ſeines Gemüthes, mit ſeinem un⸗ entweihten Glauben an die bevorrechtigte Heiligkeit ſeiner Kirche, jede an dieſer begangene Täuſchung als ein ſchwe⸗ res Verbrechen zu betrachten. War er doch in ſeinem ſtil⸗ len Weſen ſo glücklich bei dem Bewußtſein, dieſer Kirche anzugehören, deren Heiligen ihn, den Maler, ernähr⸗