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die neue Czarin ſich nicht taufen laſſen? dann gehört ſie unſerer heiligen rechtgläubigen Kirche an und...“
„Dummkopf!“ fiel ihm Walujew in's Wort.
„Meinſt Du wirklich, daß es den Lateinern ein ſo ſchwe⸗ res Stück Arbeit ſei, auch mit dem Heiligſten, was der Menſch hat, mit ſeinem Glauben, ein poſſenhaftes Spiel zu treiben? Ich ſage Nein, und Tauſende ſagen das mit mir, Tauſende, welche offene Augen für die Gefahren haben, die unſerm heiligen Rußland drohen. O, der Plan iſt prächtig eingefädelt. Der Czar ſelbſt iſt ein verkappter Lateiner, der nur zum Schein unſerer recht⸗ gläubigen Kirche angehört, weil er ohne abſcheuliche Täu⸗ ſchung nie hätte den Thron beſteigen können und nun gar dieſe Polin noch an ſeiner Seite, die erſt bekehrt werden ſoll! Ha! man ſpielt mit uns und unſerer heiligen Kirche eine himmelſchreiende Poſſe. Gottes Fluch treffe dieſe Heuchler, die nur darauf hinarbeiten, unſer heiliges Ruß⸗ land in des römiſchen Papſtes Hände zu bringen!“
Des Sprechenden Geſicht dunkelte im Zorne, er kniff die Lippen feſt auf einander und das jeweilige Zucken in ſeinen ohnehin ernſten und düſteren Zügen, deutete die große aber unterdrückte Bewegung ſeines Innern an. Ephim hatte ihn noch nie in ſolch einer Aufregung von Zorn geſehen, noch dergleichen Rede führen hören. Das verſchloſſene Gemüth Walujews gab ſich ſelten einem Aus⸗ druck der Art hin, welcher einem Andern einen Einblick in


