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Bitten, Deine Vorſtellungen gegeben, ſo würde jetzt kein Sturm über unſer ruhiges, ſchönes Eden raſen; wer weiß, wie es jetzt endigen wird!“
„Wie kann es anders endigen, als daß Kornelli ſo ſchnell als möglich abreist?“ fragte Georgine verwundert.
Lindorm ſchwieg. Er fürchtete mit Grund, daß es nicht ſo leicht ablaufen würde; aber da er beſorgte, Geor⸗ ginen ſeine Gedanken mitzutheilen, blieb er ſtille, und bot ihr den Arm, um nach Hauſe zu kehren.—„Wirſt Du nicht hinaufgehen, und einige beruhigende Worte mit Kornelli ſprechen?“ fragte Georgine, als ſie an der Treppe zum obern Stocke angelangt waren. Lindorm drückte ihr die Hand, und flog hinauf in das Zimmer des Kapitäns.
Dieſer ſtand am Fenſter und war damit beſchäftigt, ſeine Piſtolen zu reinigen. Er ſchien jetzt ebenſo ruhig und kalt, als er vor einigen Augenblicken gereizt geweſen war, und das, was er vorhatte, behandelte er ganz auf dieſelbe Art, als ob die Rede davon wäre, ſich auf ein Scheibenſchießen zu richten.
„Haſt Du die Deinen ſchon in Ordnung?“ fragte er Lindorm gleichgültig, ohne mit dem geringſten Worte des vorhergegangenen ſchrecklichen Augenblickes zu erwähnen.
„Nein,“ antwortete der Baron ruhig,„ich bedarf ihrer nicht, ich beabſichtige nicht, ſie zu benützen; denn wir haben beide einander Unrecht gethan. Ich meines Theils geſtehe das, Kornelli, und reiche gerne die Hand zur Verſöhnung. Thuſt Du daſſelbe, ſo gib mir die Deinige.“
Auf Kornelli's Lippen kräuſelte ſich ein verächtliches Lächeln; er antwortete nur:„Pfui! Pfui!“
„Du thuſt mir wirklich unrecht,“ fuhr der Baron fort,„wenn Du glaubſt, meiner Nachgiebigkeit liege Feig⸗ heit zu Grunde. Nein, bei Gott, ein ſo verächtliches Ding wohnt nicht in meinem Herzen! Und hätte ich Dich nicht ſelbſt ſo eindringlich gebeten, hier zu bleiben, als Dein edleres Gefühl Dir zu fliehen gebot, und trüge ich nicht auf dieſe Art ſelbſt die Schuld an dem Unheil,


