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morgen meinem Manne zu ſeinem Geburtstage bereiten wollte! Sie wollten mir einen Vorſchlag dazu mittheilen, und da ich Ihnen ohne Argwohn hieher folgte, wagen Sie, mich ſo tief zu beleidigen, mich, die Gattin des Mannes, der Ihnen gaſtfrei ſein Haus und ſeine Freund⸗ ſchaft anbot! Heißt das handeln, wie ein Mann von Ehre? Nein, in Wahrheit! Doch, ſtehen Sie auf und verlaſſen Sie mich! Bitten Sie in Ihrem Herzen dieſes Verbrechen an Guſtav ab, und ich werde Ihren Wahn⸗ ſinn vergeſſen und bemitleiden.“
„Gott ſei Dank,“ ſagte Lindorm leiſe.„Ich wußte wohl, daß ſie Probe halten würde; aber das iſt denn doch kein beruhigender Anblick für einen Mann. Er liegt da auf den Knieen, regungslos wie ein Bild, und ſeine verzehrenden Blicke ſcheinen ſie verſchlingen zu wollen, während ſie ſich vergebens bemüht, ihre Hand loszumachen. Doch er ſpricht; das muß ich hören!“ Lindorm horchte.
„Bemitleiden und vergeſſen, ſagen Sie, grauſame Georgine! Iſt das der ganze Troſt, den Sie mir zu bieten haben, zum Austauſch gegen das Elend eines gan⸗ zen verlorenen Lebens? Iſt in ihrem Herzen kein Gefühl, das ein Wort der Beruhigung flüſtert; ein freundlicher Stern, der die hoffnungsloſe Finſterniß erleuchtet, die mich umgibt?“
„Nein, Kapitän Kornelli; das Höchſte, das Sie von mir gewinnen können, iſt Mitleid mit Ihrer unglücklichen Schwachheit. Ich liebe meinen Gatten allzu tief und innig, um einen Augenblick länger Ihre Worte anhören zu koͤnnen. Gehen Sie alſo, wenn Sie mich nicht zwingen wollen, daß ich Sie verachte!“
Sie machte eine gewaltſame Anſtrengung, ihre Hand loszureißen.
Jetzt flammte ein fürchterlicher Ausdruck in Kornelli's
Auge; er fuhr ſchnell auf, und von aller Beſinnung
verlaſſen, der Ehre und Pflicht vergeſſen, ſchlang er keck und mit leidenſchaftlicher Heftigkeit ſeinen Arm um Geor⸗
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