Teil eines Werkes 
4.-letzer Theil (1843)
Entstehung
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mer und für Lindorm wahrhaft lieber Gaſt. Nur im Grunde von Georginens Herzen wohnte eine unnennbare Angſt; ſie ſprach jedoch nicht darüber, da ſie glaubte, es ſei nur eine finſtre Geburt jenes unerklärlichen Wider⸗ willens, den ſie trotz der beſſern Ueberzeugung heimlich gegen Kornelli beibehielt..

Das Gericht war jetzt bekannt gemacht, und der erſte Rechtstag vorhanden. Lindorm hatte dort eine Sache zu wahren, und mußte dahin abreiſen. Kornelli wollte ihn durchaus begleiten; aber davon redete ihm der Baron aufs Eifrigſte ab, da dieſe Reiſe nur höchſt langweilig für ſeinen Gaſt ſein würde. Kornelli mußte am Ende aus Höflichkeit nachgeben und zu Hauſe bleiben; aber Georgine, die das vorausgeſehen hatte, hatte, ohne daß es ihr Mann wußte, ihre Mutter und den kleinen Axel nach Engelvik gebeten; und gerade als ſich Lindorm in den Wagen ſetzen wollte, ſtieg ſeine Schwiegermutter an's Land. Er errieth leicht den Zuſammenhang, warf einen freundlichen Blick auf ſeine Frau, und eilte an den Strand hinab, um Frau Hermer zu empfangen.

„Ich lege es Dir an's Herz, Kornelli, die Damen gut zu unterhalten,“ rief Lindorm, küßte ſeiner Schwie⸗ germutter die Hand und ſeinem Weibe die ſchönen Lippen, warf ſich in den Wagen und rollte davon. Seine Laune war gut, ſein Herz erleichtert, und er war nach den fruchtloſen Beobachtungen einer Woche ſchon ſo weit ge⸗ kommen, daß er ſelbſt anfing, ſeinen Plan für etwas närriſch zu halten. Aber nachdem er einmal Kornelli be⸗ wogen hatte, da zu bleiben, ſo mußte die Sache ihren Gang nehmen. Er war vollkommen überzeugt, daß Alles unmsglich anders als gut endigen würde. Er überdachte unterwegs Brants Abhandlung über die Waſſertropfen, ihre Vereinigung und Trennung, und fühlte ſich ſo leicht ums Herz, ſo ſeelenvergnügt bei dem Gedanken, daß Kornelli ſie in einigen Wochen verlaſſen würde, um ſich wieder mit andern Tropfen zu vereinigen. Lindorm be⸗ ſchloß mit nächſter Poſt ſeinem Freunde Brant zu ſchrei⸗