Teil eines Werkes 
4.-letzer Theil (1843)
Entstehung
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fühlt; aber es wäre noch drückender, wenn man ſich den Vorwurfmachen müßte, unedel gegen einen Freund gehan⸗ delt zu haben. Der arme Guſtav, ich beklage ihn; ich ſelbſt bin auch recht beklagenswerth.. Dienſtag.— Ich befinde mich recht wohl hier. Holk iſt ein vortrefflicher Wirth, hält einen guten Tiſch, vorzüg⸗ liche Weine, den ausgezeichnetſten Tabak, Meerſchaumpfei⸗ fen und eine gewählte Bücherſammlung, Alles ſehr an⸗ genehm. Er hat es wirklich ſo ruhig, daß ich mich ſehr wohl fühle. Mein Schlafzimmer iſt geſchmackvoll; aber ich weiß nicht, wie es kommt, wenn ich meine Blicke auf das große, grüne Himmelbett richte,— es ſollte ſich nie ein ſolches in dem Zimmer eines Junggeſellen befinden, — ſo fühle ich mich ganz beklemmt, und ich meine mich ſchon als einen wohlbeſtellten Ehemann in Schlafrock und Pantoffeln nach der Pfeife rutſchen zu ſehen, und vor meinen unglückſeligen geiſtigen Augen ſpukt unaufhörlich

eine kleine Figur, die mit einer weißen Haube, unter der

ſich kleine, goldene Löckchen hervorſtehlen, durch die grü⸗ nen Vorhänge blinzelt. Nein, das thut ſich nicht! Morgen am Tag muß ich Holk bitten, das Bett hinweg nehmen zu laſſen, wenn er will, daß ich Nachtruhe genießen ſoll.

Mittwoch.— Geſtern Nachmittag machten wir Beſuch bei Frau Marshauſen, einer Frau um die Dreißig; ſie kann unmöglich darauf Anſpruch machen, in dem Tagebuch eines jungen Mannes zu figuriren. Aber dagegen ihre Schweſter, die kleine Louiſe; ach, Du

zarte Roſenknoſpe! ich werde nicht unterlaſſen, Dir

meine Fürſorge angedeihen zu laſſen.

Samſtag.— Ich bin dieſe drei Tage nicht dazu ge⸗ kommen, zu ſchreiben. Warum? Ich bin blos auf dem Sopha gelegen und habe geträumt. Worüber? Was weiß ich! Meine Lebensſonne und meine Roſenknoſpe haben wechſelsweiſe meine Gedanken in Anſpruch genommen. Gott ſei Dank, morgen fahren wir wieder nach Balderslund.

Sonntag Abend.— Ach! wie reizend war heute Louiſe! Sage man, was man will, daß die Toilette nichts

ausmache; ſie macht ſehr viel aus, behaupte ich. Laßt

mich

fuhren Louiſe hatte und e ſich d Hals nahm. ten ur Kranz Stirne nieder Hofe. die Lu

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