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mir in den ſtillen Stunden der Nacht ſein ſchauerliches Gelächter in's Ohr. Doch fahren Sie fort, beſter Waldenberg; ich fange an, müde zu werden, und möchte doch heute Abend noch das Ende Ihrer Mittheilung ören.“
Dieſer las nun Müller's zwei letzte Briefe vor, welche das vollends aufklärten, was Guſtav noch dunkel ſchien. Als Waldenberg damit zu Ende war, ſuchte er den dritten, den ihm Müller von Ejkenberg aus ge⸗ ſchrieben hatte, und worin er ihm ſeinen letzten Entſchluß zu erkennen gab; aber dieſer Brief fand ſich nicht. Wal⸗ denberg erſchrack bei dem Gedanken, denſelben vielleicht in Roſendal vergeſſen zu haben; doch gleich darauf er⸗ innerte er ſich deutlich, ihn in die Bruſttaſche geſteckt zu haben. Vermuthlich war er beim ſchuellen Einpacken— ſeiner Sachen vergeſſen worden und in ſeinem Zimmer zu Engelvik zurückgeblieben. Von dieſer Ueberzeugung beruhigt, berichtete er ſeinen Inhalt dem Baron, der ihn in tiefer Rührung anhörte; und als Waldenberg ſchwieg, faltete er ſeine Hände über der Bruſt und ſagte leiſe:„Friede ſei mit Deiner Seele, Du armer, unglücklicher Jüngling! Wir wollen hoffen, Walden⸗ berg, daß ſie jetzt in einer Seligkeit vereinigt ſind, die das Glück weit überſteigt, das eine irdiſche Liebe uns ſchenken kann.“
Waldenberg ſeufzte und antwortete nichts. Sein Glaube widerſprach dieſer tröſtlichen Vermuthung nicht; aber er dachte an den eigenen bevorſtehenden Hingang und an ſeines Herzens hoffnungsloſe Liebe.—„Jetzt wünſche ich zu ruhen, wenn ich kann,“ ſagte Lindorm, „und auch Sie, Waldenberg, haben es nöthig. Ich habe Ihnen noch nicht für das wahrhaft große Opfer gedankt, das Sie mir brachten, indem Sie in dieſer rauhen und ſchlimmen Jahreszeit eine ſo weite Reiſe unternahmen. Aber ich weiß es zu würdigen, davon ſeien Sie überzeugt. Ich ſehe ein, wie ſchwer es für Sie, der Sie an zehrenden Bruſtleiden kranken, war, dieſen elenden Weg in einem offenen Vuhrwerk zurück⸗


