Teil eines Werkes 
4.-letzer Theil (1843)
Entstehung
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den Wind ſtreut, und noch ein Vierter war nahe daran, ſein Opfer zu werden; denn es iſt ein wahres Wunder, daß ich das Alles durchgemacht habe.“

Er ſchwieg; auch Waldenberg blieb ſtille. So verging einige Zeit. Da zog Guſtav die Hand von der ſinnenden Stirne, ſah Waldenberg mit einem lichten, friedevollen Blick an und ſprach leiſe:„Vater, vergib ihm! Er war ein großer Sünder, das war er, Wal⸗ denberg; doch ich habe überlegt, daß das Uebel, das er verurſachte, ſeinen Urſprung eher aus einer unglück⸗ lichen, obſchon verächtlichen Schwachheit, dem elenden

Ahnenſtolze, als aus vorſätzlicher Schlechtigkeit her⸗

leitete; und obwohl die Wirkungen ſeiner Handlungs⸗ weiſe gleich entſetzlich ſind, ſo waren doch die Beweg⸗ gründe dazu nicht ganz ſo abſcheulich, da ſie ſich von einem falſchen Pflichtgefühle herſchrieben. In einer Hinſicht muß ich ihm noch Gerechtigkeit widerfahren laſſen, nämlich darin, daß ich ihn nie auch nur mit einem einzigen Worte Konſtanzen einen Vorwurf machen hörte.“

„Ach, Herr Baron!“ entgegnete Waldenberg,„er hatte einen anderen, einen ſichereren Weg gewählt, um ihr Herz zu erdrücken, und dieſen verfolgte er ſyſtema⸗ tiſch. Und dann Müller! wenn Sie ſich nur einen Begriff machen könnten, Herr Baron, was er während der letzten ſechs Monate nach ſeiner Verweiſung aus⸗

geſtanden hat! Auf der Erde umherirrend, ohne Hoff⸗

nung, ohne Stützpunkt, mit verwirrtem Sinne, zerſtört an Körper und Seele, ein lebender Schatten, wich er endlich nach fruchtloſem Kampfe und matt von des Tages Laſt, der übermächtigen Lockung der Leidenſchaft, und ging, um in derſelben Stunde, wo er ſeinen Eid brach und Konſtanze wieder ſah, ſich ſelbſt ein Ende ſeiner Leiden zu ſuchen.“

„Alles Das ſehe ich wohl ein,“ erwiederte Lindorm.

„Nie werde ich ſeinen Anblick an jenem Abende ver⸗ geſſen, wo er von dem jähen Felſen in der Nähe der Feldwebelswohnung herabſprang. Noch immer ſchallt

wünſ „und habe gedan rauhe unter ſeien Sie,

dieſer