Teil eines Werkes 
4.-letzer Theil (1843)
Entstehung
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reiste er von hier ab, indem er es ſehr beklagte, daß der Zuſtand des Barons ihm keine Gelegenheit gab, alle die Aufklärungen zu erhalten, die er wünſchte. Der Pfarrer mußte ihm jedoch verſprechen, ihm Nachricht zu geben, ſobald die Geſundheit des Barons hinlänglich gebeſſert ſei, um von ihm nähere Aufſchlüſſe über die Begebenheiten erhalten zu können.“— Hermer und Waldenberg hörten ihm in ſtummem Schweigen zu. Beide waren ſo ergriffen, daß ſie ſich, obwohl ſte auf das Schlimmſte vorbereitet waren, doch nicht ſo leicht erholen konnten. Für Waldenberg war es noch ein beſonderer Schmerz, Müllers Vater nicht angetroffen zu haben. Er war nicht im Stande, weiter zu reiſen, und mußte ſich deßhalb auf das ſchwere Geſchäft vor⸗ bereiten, den bedrückten und leidenden Profeſſor Müller ſchriftlich von all' den Umſtänden beim Tode ſeines Sohnes, über die jener noch in Ungewißheit ſchwebte, zu unterrichten. Dieſe Gedanken und das Schweigen, das dadurch entſtand, wurden durch den Eintritt der Frau Kramer unterbrochen. Freundlich grüßte ſie ihre Gäſte, und ſagte wohlwollend:„Ich habe den Kaffee in unſer Wohnzimmer getragen, und glaube, daß er Ihnen nach des Vaters langer Erzählung dort beſſer ſchmecken wird, als in dieſem Zimmer hier, wo ich nicht einmal bei hellem Tage hereingehen kann, ohne eine Furcht und eine Beängſtigung zu fühlen, die wohl verzeihlich iſt.“

Die Herren ſtanden auf und folgten dankbar der wohlmeinenden Wirthin. Es war ſchon eine Erleich⸗ terung für ſie, daß ſte eine andere Luft athmen durften, als die eingeſperrte und drückende, die in dieſem Zim⸗ mer herrſchte. Nachdem ſie ihren Kaffee getrunken und einige Erfriſchungen zu ſich genommen hatten, puhte Waldenberg ein Paar Stunden aus, während Hermer bei einer Pfeife Tabak ſich mit dem alten Feldwebel beſprach; ſodann traten ſte in Geſellſchaft des Letztern den Weg zum Pfarrhauſe an. Die rothgemalte Woh⸗ nung mit ihren weißen Schornſteinen und perlfarbigen Fenſterläden, von hohen Ahornbäumen umgeben, trat