Teil eines Werkes 
4.-letzer Theil (1843)
Entstehung
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unſre Bemühungen fruchtlos. Nach dreiſtündigen ſchweren

Leiden verſchied er, ohne ein einziges Wort geſprochen zu haben. Was die junge Dame betrifft, ſo waren alle Reibungen mit Rheinwein, und die andern Verſuche, die wir anſtellten, vollkommen fruchtlos; ſie war und blieb todt. Von Schrecken und tiefer Betrübniß betroffen, verſchloſſen wir die Thüre dieſes Jammerzimmers, um endlich ein Paar Stunden Ruhe zu genießen. Später am Tage erklärte der Pfarrer, daß der Baron nach dem Pfarrhauſe gebracht werden müßte, was er ſelbſt auch zu wunſchen ſchien; aber die Reiſe befam ihm ſchlimm. Er war ſo ſtark vom Hirnſteber angegriffen, wie es der Doctor nannte, daß es ſich um das Leben handelte. Jetzt iſt er zwar auf dem Wege der Beſſerung, aber noch ſehr ſchwach.— Inzwiſchen wurde die junge Frau beigeſetzt; und da der Pfarrer den armen Jüngling lieb gewonnen hatte, der ein Paar Wochen im Pfarrhauſe gelegen war, ſo erbarmte er ſich ſeiner, und ließ ihn nicht in ungeweihter Erde verſcharren, ſondern gab ihm freund⸗ lich einen Platz auf unſrem Kirchhofe, wo ich und einige Andere Sonntag Abend vor acht Tagen ſeiner Bahre folgten. Aus den Papieren, die er bei ſich trug, erſah man, daß er Axel Müller hieß, und aus einem Briefe von ſeinem Vater erhellte auch, wer dieſer ſei; weßhalb ihm der Pfarrer ſchnell über dieſes unglückliche Ereigniß ſchrieb. Ein alter, vom Kummer tief gebeugter Herr langte im Pfarrhofe an; es war Müllers Vater. Man ſchickte nach mir, und auf eine Weiſe, die uns beide, mich und den Pfarrer, tief rührte, und die den Kum⸗ mer des alten Herrn genugſam kund gab, fragte er nach jedem Umſtande, dankte uns warm für unſere Mühe und belohnte ſie reichlich. Er war auch hier und beſah dieſes unheilvolle Zimmer. Große Thränen rollten auf ſeine braunen, männlichen Wangen, als ich ihm die Stelle am Bette zeigte. Schweigend verließ er uns. Am Grabe ſeines Sohnes weilte er mehrere Stunden einſam; und als er alle Papiere und die übrigen Sachen des Abgeſchiedenen geſammelt hatte,

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