Teil eines Werkes 
1.-3.Theil (1843)
Entstehung
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ſie,„und gebe Gott, daß, wenn einſt ein Paar Schaufeln Erde meine zitternde Hülle bedecken, ein edles und ſchö⸗ nes Weib, das Deiner Liebe würdig iſt, Dir Alles das erſetzen möge, was Du mit mir durchzumachen haſt!“— So ſprechen ſie und tröſten einander wechſelsweiſe, und doch ſehe ich, daß Beide gleich ſehr von den Unglücks⸗ fällen und dem Kummer für die Zukunft niedergedrückt ſind.

„Mitte Juni, alſo ſehr bald, werden ſie abreiſen; wohin, das weiß Gott allein. Konſtanze hat mir jedoch verſprochen, daß ich einige Zeilen von ihr bekommen ſolle, um mich damit zu erfreuen, wenn ſie an dem Ort ange⸗ kommen iſt, den ihr Vater für ſie beſtimmt hat. Sie ſcheint mit dieſer Anordnung, wodurch ſie der Verlegen⸗ heit entgeht, ſich vor der Welt zeigen zu müſſen, ſehr zufrieden; und unter uns geſagt, ich glaube kaum, daß das arme, liebe Kind viele Reiſen mehr machen wird. Und nun, Müller, wiſſen Sie Alles; Ihre dringenden Bitten und Nachrichten klingen mir immer in den Ohren; deßhalb ſende ich Ihnen dieſe ganze Epiſtel. So können Sie ſich ſelbſt jetzt deutlich auseinanderſetzen, wie Alles ſteht. Gott ſtärke Sie, mein junger Freund! Vielleicht ſind Sie ſchon ſo klug geweſen, meinem Rathe zu folgen, und haben ſich wieder zu Ihrem Vater gewendet. Wo Sie auch ſein mögen, begleiten Sie meine Gebete. Gott nehme Sie in ſeinen Schutz, und wenn Sie das Bedürf⸗ niß fühlen, Ihr Herz vor einem theilnehmenden Weſen auszuſchütten, ſo ſchreiben Sie Ihrem alten, ergebenen Freunde Wilſon.“ Hermer ſaß, nachdem er mit dem Leſen fertig war, ſchweigend mit dem Briefe in der Hand da, und eine gute Weile verging, bis die beiden Männer eine Unter⸗ redung über die ſchmerzlichen Ereigniſſe beginnen konnten, die beider Gedanken ganz und gar erfüllten. Endlich fing Waldenberg an, die letzten Begebenheiten zu ſchildern, die unſern Leſern bereits bekannt ſind, und übergab dann Hermern als Bekräftigung Müllers letzten Brief vom Pfarrhauſe in Ejkenberg.

„Was iſt zu thun?“ ſagte er, als Hermer ſchaudernd

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