Teil eines Werkes 
1.-3.Theil (1843)
Entstehung
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dienen?“ war die Antwort des jungen Barons.—„Es dient zu ſehr Vielem, was meine Erfahrung einſieht, und Deine Unkenntniß der Welt überſieht,“ verſetzte der Ober⸗ jägermeiſter.„Glaube ja nicht, mein Sohn, daß es je mein Wille oder Wunſch war, einen unterſchobenen Zweig, einen falſchen Schößling dem alten, edlen Stamme der Lindorm's einzuimpfen. Bewahre mich Gott vor einem ſolchen Gedanken! Und dann, wie hätteſt Du unſer Ge⸗ heimniß ſonſt durch den Schleier, den eure Verheirathung darüber wirft, ſchützen wollen? Die ganze Welt muß ein⸗ ſehen, daß Du ſechs Monate nach Deiner Zurückkunft aus Italien nicht zugleich Gatte und Vater werden kannſt, und daß dann ein Schatten auf den Ruf Deines Weibes fallen würde. Nein, mein Sohn, man muß klug und nach Berech⸗ nung handeln. Du wirſt beim geringſten Nachdenken finden, daß ich recht gehabt habe, und der Tod eures alten Va⸗ ters und die darauf folgende Trauerzeit gibt euch einen glimpflichen Vorwand für den Aufſchub der Bekannt⸗ machung eurer Verheirathung. Doch jetzt bin ich ganz er⸗ ſchöpft von dem vielen Reden.“— Sein Haupt ſank kraftlos auf die aufgehäuften Kiſſen nieder; aber ſein Auge ſuchte wieder nach dem jungen Baron.—„Lege Dein Ohr an meinen Mund, Guſtav,“ flüſterte er,„ſo will ich Dir den Namen des Ortes ſagen.“ Dies geſchah ſo leiſe, daß ich nicht das Geringſte horen konnte.—„Du thuſt doch Alles das, mein Sohn?“ fragte der Oberjägermeiſter, als Baron Guſtav ſich wieder erhob.—„Ja, mein Vater, ich werde Ihnen pünktlich Wort für Wort gehorchen, wenn das Sie beruhigen kann,“ antwortete der Baron,„und ich glaube ſogar, daß es ſo am beſten iſt.“— Der Ober⸗ jägermeiſter bewegte das Haupt auf eine Art, die zu er⸗ kennen gab, daß er das Gelöbniß verſtanden und ange⸗ nommen habe; aber er antwortete nicht mehr. Er lag ſtill und ſchweigend, Guſtavs Hand in die ſeinige geſchloſſen.

„Gegen Morgen begehrte er, daß der junge Baron ihm etwas vorleſen ſolle. Dieſer ſchlug die Bibel auf, die ich ihm hinreichte, und wählte ein Paar herrliche und paſſende Kapitel, worauf er mit ſeiner klangvollen, tiefen