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Gedächtniß meines hingegangenen Vaters, Konſtanzens Ehre vor der Welt zu retten und ſie ſo glücklich zu machen als ich vermag!“ Beide waren tief erſchüttert.„Gott ſegne Dich für dieſe troſtreichen Worte!“ ſagte endlich der Oberjägermeiſter.„Du haſt eine ſchwere Laſt von meiner Bruſt gewälzt. Aber da meine letzte Stunde mit raſchen Schritten herannaht, und ich nothwendig vor meinem Tode euch vereinigt ſehen will, ſo reiſe noch heute Abend nach dem Pfarrhofe und bringe die Sache mit dem Geiſtlichen in's Reine, damit Ihr morgen alle drei Male zugleich aufgeboten werden könnt. Gib den gewöhnlichen Grund, eine dringende Reiſe und meine baldige Auflöſung an. Das geht ſchon. Montag früh kann dann die Trauung vor Fch gehen, und mit Gottes Hülfe ſchleppe ich noch mein Leben bis dahin fort.“— Der Baron erhob ſich, und mit einem ſtummen einwilligenden Nicken des Kopfes ſchickte er ſich an, das Zimmer zu verlaſſen.
Ich entfernte mich eilig, ungbegab mich in den Vor⸗ ſaal, wo er ein Paar Minuten nachher eintrat. Aber, guter Gott, wie ſah er aus, der arme, junge Herr! Das war kein Bräutigamsgeſicht!„Mein guter Wilſon,“ ſagte er und warf ſich auf einen Sopha,„thue mir den Freund⸗ ſchaftsdienſt, und bereite Fräulein Konſtanze auf eine Unterredung vor, die ich jetzt gleich mit ihr haben muß. Ich muß dann eine ſchnelle Reiſe machen; befehle deß⸗ halb im Vorbeigehen, daß man ein Reitpferd für mich ſattle.“— Ich ging zu dem Zimmer des Fräuleins, und richtete meinen Auftrag aus. Sie erblaßte und er⸗ röthete abwechslungsweiſe, zitterte wie ein Eſpenlaub und flüſterte kaum hörbar:„Um Gottes willen, lieber Wilſon, was ſoll das werden?“—„Ich weiß nicht, mein gutes Fräulein,“ antwortete ich;„aber Baron Guſtav war immer edel und hat Sie ſo ſehr geliebt. Faſſen Sie Muth und nehmen Sie ihn an; vielleicht wird es für Sie beide beſſer, wenn Sie mit einander geſprochen haben.“—„Nun wohl, es mag ſo ſein, Wilſon: gib mir nur fünf Minuten, um mich zu er⸗


