Teil eines Werkes 
1.-3.Theil (1843)
Entstehung
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den, für nicht

beißt ereit* alte ver⸗ nden, uſche aßre⸗ aben rüber belei⸗ ſechs bloß nmal ollen, Wün⸗ öthig derzu⸗ gegen teſt zu ir ihn ß uns mmen, u dem gerord⸗ terbe.“

daß ich

Die Baronin ſtand auf und verließ das Zimmer, ohne ein Wort weiter zu ſagen. In ihrem Schlafzim⸗ mer angekommen, fing ſie an, den Vorſchlag des Barons von allen Seiten, wo er Vortheil oder Verluſt darbie⸗ ten konnte, zu betrachten. Guſtav, ſowie den naſewei⸗ ſen Werner, aus dem Hauſe zu bekommen, der ihr nie irgend eine Aufmerkſamkeit als Frauenzimmer bewieſen hatte, war ihr höchſter Wunſch. Guſtav war ihr faſt immer bei Ausübung ihrer deſpotiſchen Launen im Wege. Er hatte die Kühnheit, ſich in allen Fällen, die zu den niederen Inſtanzen gehörten, als Vermittler aufzuwer⸗ fen; er war ganz unerträglich, und nichts konnte deß⸗ halb auf der einen Seite erwünſchter ſein, als der Vor⸗ ſchlag, ihn fortzuſchicken. Aber die andre Seite war deſto dunkler. Sich zur Unterhaltung des Junkers wäh⸗ rend ſo vieker Jahre verbindlich zu machen, nein, das war zu toll! Starb Lindorm, und nichts war wahr⸗ ſcheinlicher, als daß dieſes nicht mehr lange anſtehen würde, ſo glaubte Ihro Gnaden mit weit mehr Vor⸗ theil in der Welt, namentlich der eleganten Welt, auf⸗ treten zu können, wenn ſie dieß als die reiche Baronin von Lindorm that, als das alte kränkliche Fraͤulein von O***. Wer weiß, welche Eroberungen ihr noch be⸗ ſcheert waren? Aber wie ſollte ſie es wagen, dem Wun⸗ ſche ihres Mannes entgegenzutreten? Das war ein Kno⸗ ten, der ſich nicht ſo leicht löſen ließ, da Ihro Gnaden wußten, daß eine ſolche Handlung von ihrer Seite den Baron auf's Höchſte aufreizen würde. So ſanft er jetzt war oder zu ſein ſchien, ſo wild und ſtürmiſch wurde er, wenn die finſtern Mächte ihr Spiel mit ihm trieben. Und da die Furcht der Baronin vor ihrem Manne, wenn er unter dem Einfluſſe einer ſolchen Laune ſtand, mit der verglichen werden konnte, die ein geſpen⸗ ſterfürchtiges Kind fühlt, wenn es durch den Anblick

irgend eines ſchauerlichen Ungeheuers erſchreckt wird,

ſo ſiegte das Gefühl ihrer untergeordneten Stellung,

und ſie beſchloß, aus der Noth eine Tugend zu machen. Guſtav Lindorm. I. 3