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ſeines Mentors koſtſpieliges oder nicht koſtſpieliges Le⸗ ben zu unterhalten, wenn ſie mein Haus verlaſſen.“
Ein Blitz des Zorns ſchoß aus dem Auge des Ba⸗ rons, und daß dieſer auf ſein Weib einwirkte, zeigte ſich deutlich, obwohl Beide ſchwiegen.
Ihro Gnaden waren merklich erbleicht, als ſie mit einer gewiſſen Unruhe hinzufügte:„Du wirſt finden, daß ich während ſechs Jahren große Aufopferungen für Dich und Deinen Sohn gemacht habe; ich war nicht darauf vorbereitet, u...“
„Still,“ unterbrach ſie Lindorm barſch;„Du weißt
nur zu wohl, daß Du, als ich um Dich warb, bereit N
warſt, jedes Opfer zu bringen, nur um nicht als alte Jungſer zu ſterben. Ich heuchelte keine Liebe, ich ver⸗ barg nicht, daß meine Angelegenheiten ſchlecht ſtanden, und Du wußteſt, daß ich Dir meinen Namen im Tauſche für Dein Vermögen anbot. Doch die Vorſichtsmaßre⸗ geln, die Du vor unſerer Verheirathung trafſt, haben mich größtentheils des Rechtes beraubt, frei darüber disponiren zu können. Es iſt nicht, um Dich zu belei⸗ digen, Sophie, daß ich Dir zum erſten Mal in ſechs Jahren dieß in's Gedächtniß zurückrufe, ſondern blo um Dich daran zu erinnern, daß, da es nun einmal verordnet iſt, daß Mann und Weib eins ſein ſollen, auch darin einbegriffen iſt, daß ihr Wollen und Wün⸗ ſchen daſſelbe ſein ſoll. Deßhalb glaube ich nicht nöthig zu haben, Dir dieſen Gegenſtand näher auseinanderzu⸗ ſetzen, ſondern erwarte, daß Du wie eine Mutter gegen das Kind handelſt, das Du einſt ſo heilig gelobteſt zu lieben und zu pflegen. Sei alſo eine Mutter für ihn in des Wortes vollſter und edelſter Bedeutung. Laß uns deßhalb ein paſſendes Jahrgeld für Guſtav beſtimmen, von der Zeit ſeiner Abreiſe an gerechnet bis zu dem Punkte, wo er Einundzwanzig alt wird, welche Verord⸗ nung dann Beſtand haben ſoll, ob ich nun lebe oder ſterbe.“
„Von meinem Vermögen, Lindorm?“
„Von Deinem Vermögen; Du weißt wohl, daß ich keines habe.“
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