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Dort wohnte ein alter deutſcher Edelmann mit ſeiner Frau, einem geborenen ſchwediſchen Fräulein. Herr von Werdenberg war vor mehreren Jahren in Folge von Ereigniſſen, deren Aufzählung hier zu weitläuſig ſeyn würde, nach der ſkandinaviſchen Halbinſel herüberge⸗ kommen. Er ließ ſich in Schweden wohnhaft nieder, kaufte die kleine, von der Natur entzückend ausgeſtattete Inſel Roſendal, verheirathete ſich und führte ein einge⸗ zogenes, aber glückliches Leben. Seine Ehe war mit zwei Kindern geſegnet, einer Tochter, die ſchon als zarte Knoſpe in den großen Blumengarten der Unſterblichkeit verpflanzt worden war, und einem Sohne, ſo hoffnungsvoll und vielverſprechend, als ein Jüngling nur ſeyn kann, und der den Stolz und die Freude ſeiner Eltern ausmachte. Ohne Verbindungen und Vermögen, in einem Lande, wo er ſelbſt faſt ein Fremdling war, ſah Herr von Werdenberg keine andere Bahn für ſeinen Sohn offen, als das See⸗ leben. Dieſes ſtimmte auch mit der eigenen Neigung des jungen Georgs überein; und da er thätig und rechtſchaffen war, arbeitete er ſich bald zu einem geachteten Platz empor, und um die Zeit, von der wir reden, führte er eine Brigg für ein Handelshaus in Ger⸗ Roſendal war rings mit Waſſer umgeben, weshalb Georg, als er im Herbſte wieder heimkam, um den Winter bei den Alten zuzu⸗ bringen, von Engelvik in einem Boote hinüberfuhr. Bei ſeinem erſten Beſuch nach dem Zug der Familie Lindorm in dieſe Gegend, fand Kapitän Werdenberg den Baron ſelbſt am Strande ſtehend, um die Aufſicht bei dem Bau eines Floßes zu führen.
„Sucht der Herr mich?“ fragte Lindorm, der in ihm einen Reiſenden vermuthete, den Geſchäfte hieher
führten.
„Nein,“ verſetzte Georg mit ein höflichen Ver⸗ beugung;„mein Wunſch iſt, ein Boot in meine Hei⸗ math Roſendal hinüber zu bekommen; mein Name iſt Werdenberg.“
„Gehorſamer Diener,“ ſagte der Baron;„da ſind wir Nachbarn. Ich bin Beſitzer von Engelvik; machen
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