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möglicherweiſe noch werden konnte; und ba die Reiſen in Verbindung mit ſeiner langwierigen Krankheit ſeine
Einkünfte, die nie groß geweſen waren, angegriffen hatten,
ſo beſchloß er, eine neue Heirath einzugehen, um leben zu können. Nach einigem Nachdenken ſiel ſeine Wahl auf ein Fräulein von Oerx, das faſt eben ſo viele Ahnen als Blatternarben zählte. Aber da ſie reich und unabhängig war, ſah er eine Verbindung mit ihr für höchſt wünſchenswerth an, da ja der Liebe Frühling auf immer für ihn abgeblüht hatte. Ohne viele Schwierig⸗ keiten erhielt er die Einwilligung der genannten Dame. Und da Lindorm das Landleben liebte, und Fräulein von Orer keinen Grund hatte, die Stadt zu vermiſſen, wo Niemand vor ihrem Verlobten auf ihrem Altare Rauchwerk geopfert hatte, beſchloß man Trollvik in ein Eden umzuwandeln, und zugleich mit einem zu dieſem Endzweck paſſenderen Namen umzutaufen. Das Fräulein ließ ihre Bevollmächtigten bauen und handthieren, deutſche Gärtner wurden dahin geſchickt, Architekten von Kopen⸗ hagen, und Maler und Tapezierer, Gott weiß woher, verſchrieben. Genug, Engelvik ging ganz neu geboren aus den Händen ſeiner Verbeſſerer hervor. Kurz darauf zogen die Neuvermählten ein. Lindorm brachte ſeinen ſiebenjährigen Sohn und deſſen Hofmeiſter mit, und die Baronin eine arme Couſine, die einzige Verwandte, die ſie beſaß, ein vater⸗ und mutterloſes Mädchen. Alida von Herr war ſo ſanft, fromm und ergeben, daß ſie für die perſonificirte Demuth gelten konnte. Und da Ihro Gnaden das Gegentheil von all dem war, ſo ließ ſie auch an ihrer armen Verwandtin alle ihre böſen Launen aus. Sie pflegte zu ſagen:
„Daß Alida dazu geboren iſt, um von dem Gut⸗ dünken Anderer abzuhängen, ſieht man an ihren geſenkten Augenlidern, die beſtändig am Boden haften, wenn man mit ihr ſpricht, und an dieſen Vergißmeinnichtsaugen, in denen ſogleich Thränen zittern, wenn Herr Werner von jungen Mädchen vorliest, deren Schickſal dem ihrigen gleicht. Arme Kleine, wie würdeſt Du Dich benehmen,


