Teil eines Werkes 
1.-3.Theil (1843)
Entstehung
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„Still,“ ſprach der Fremdling mit ruhigem Ernſt; „das Licht da drüben ſoll nicht erlöſchen, bis ich die geſehen habe, die bei ſeinem Scheine warten und ſorgen. Verſchwatze deshalb die Zeit nicht; denn ich muß hin⸗ über, und wenn ich auch allein fahren müßte. Ein heiliges Verſprechen verbindet mich dazu; haſt Du von dem ſiebenzehnten November ſprechen gehört?“ „Ja,“ ſagte der Mann, ein armer Fiſcher, und ſchauderte unwillkührlich.„Wohl hab' ich das zur enüge; ein wunderliches Gerücht geht in der Gegend. Wenn die Sonne über dem ſiebenzehnten November niedergeſunken iſt, und ſeine Geſtalt nicht erſcheint, ſo — wird er ſelbſt ſie wohl nie wieder aufgehen ſehen, weder auf dieſer noch auf der andern Seite des Strandes.“ Der Fremdling ſeufzte tief, ſtieg in das Boot und winkte dem Fiſcher, ſeinem Beiſpiele zu folgen. Doch dieſer ſah bebend bald auf die wild erbrauſenden Wogen, bald auf das unheimliche Weſen, deſſen Stimme ſeiner aufgeſchreckten Einbildungskraft ſo heiſer und tonlos

erſchien, wie wenn ſie von einem Bewohner der andern Welt käme.

ſehen, daß ich aus Fleiſch und Blut bin, wie Du.“

Dabei ſchob er die tief in's Geſicht gedrückte Reiſe⸗ mütze in die Höhe, und der Fiſcher konnte, ungeachtet des trüben Schimmerlichtes, die Züge eines friſchen und wohlgebildeten männlichen Angeſichtes unterſcheiden; das obwohl nicht mehr der erſten Blüthe des Jünglingsalters angehörend, doch etwas noch Beſſeres andeutete, nämlich Kraft und Entſchloſſenheit, verbunden mit einem edlen und ſprechenden Ausdruck, der bewies, daß es eine noch ſchönere Seele wiederſpiegelte.

Der Fiſcher zauderte nicht länger; er ſtieg in das Boot, faßte die Ruder mit ſeinen ſehnigen Armen, be⸗ fahl ſeine Seele in Gottes Schutz und legte aus.

Die Wogen umfaßten das kleine Fahrzeug, wie das