Teil eines Werkes 
4. Theil (1849)
Entstehung
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und geheimnißvollen Zimmer, angefüllt mit lauter Blu⸗ men und den Meiſterwerken großer Künſtler... und Gottes Werke hier unten... welch eine Ausſicht!... O, herrlich, über alle Beſchreibung herrlich!... Und dann das große freudereiche Gefühl, zu wiſſen, daß ich nun Dein bin! keine Trennung, kein Tod mehr!

Keine Trennung mehr, kein Tod, meine Geliebte, meine Braut, meine Gattin! Welche Tage werden wir hier verleben, nachdem nun alles Schmerzhafte, Düſtere und Stürmiſche gewichen iſt! Gott ſei gelobt für das, was vorüber iſt und nun ruht!

Ja, Gott ſei gelobt! flüſterte Roſa.O, es iſt ſchön, für die Entſchlafenen zu beten, ja auch für die⸗ jenigen, welche uns Böſes zufügen wollten! Die Un⸗ glückliche...

Ach, ſprich ihren Namen hier nicht aus! Welchen tiefen Blick muß ſie aber wohl nicht in Dein Weſen geworfen haben, da ſie gleichſam das Reſultat ihrer letzten Handlung vorausſehen konnte denn wahr⸗ ſcheinlich war es eine Ahnung von den Folgen, was ihr den Muth gab zu dieſem letzten Verbrechen ihrer Eiferſucht!

Das glaube auch ich, mein Albin, und ich habe Gründe zu meinem Glauben, wenn ich mir Vieles von demjenigen in's Gedächtniß zurückrufe, was im vorigen Jahre ſich ereignete. Sie war ganz gewiß in Wisby, ſie ſah mich gewiß ſehr oft; und in einer Abendſtunde, da ich mit Betty in der Ruine von St. Lars allein zu ſein glaubte, hörte ſie gewiß ſo viel, daß ſie begreifen konnte, welche Wirkung die Nachricht von Deinem Tode auf mich hervorbringen würde; wir Beide, ich und Betty, hörten auch wirklich ein Geräuſch auf der Treppe; ohne Zweifel war ſie es... doch die Er⸗ innerung an ſie darf unſer Glück nicht ſtören!

Und biſt Du nun ganz glücklich, meine herrliche Roſa? Iſt Dein Albin Dir genug? Iſt er Dein Alles? Ja, mein Alles!