Teil eines Werkes 
4. Theil (1849)
Entstehung
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ſchönerte,hat eine herrliche Lage: hier wollen wir unſre Zuſammenkünfte haben, ſelige Augenblicke, gleich dieſem, die wir dem Geſellſchaftsleben rauben und dann, wenn wir in unſere eigene ſchöne Heimath kommen, wie wollen wir da uns ſelbſt leben, geliebte Thekla!... denn gibt es wohl Freuden, die denen vergleichlich find, welche wir in unſerer eigenen Welt beſitzen?

Immer begegnen ſich unſere Wünſche! dennoch glaube ich nicht, daß wir dadurch Urſache haben werden, uns über Einförmigkeit zu beklagen!

So öffne doch endlich, mein Albin! ſagte Roſa mit ihrem lieblichſten Lächeln:ich ſehne mich darnach, in unſer Heiligthum blicken zu können!

Meinſt Du nicht, daß ich mich ebenfalls darnach ſehne? wir haben ja noch kein ordentliches Wort mit einander wechſeln können!

Er ſchob ſchnell die Thür auf und Roſa glaubte wirklich in eine kleine ſchöne Abtheilung des Paradieſes gekommen zu ſein.

In dieſem Zimmer, welches achteckig und an jedem vorſtehenden Pfeiler mit einem ſchmalen Wandſpiegel verſehen war, traf das Auge auf eine ſolche Maſſe unter Lorbeeren, Myrthen und üppig blühenden Prachtge⸗ wächſen aufgeſtellter herrlicher Kunſtgegenſtände, daß man nicht wußte, was man eigentlich zuerſt betrachten ſollte es war ein bezauberndes Ganzes, über welches die Abendſonne jetzt ihren erröthenden Goldſchimmer warf. Ueberall erblickte Roſa ihr eigenes und ihres Geliebten Bild, beide mit dem glückſeligen Lächeln zu⸗ rückgegeben von allen dieſen Spiegeln, welche ſich den⸗ noch zur Hälfte verbargen hinter den grünen Blättern der ſaftigen Schlingpflanzen.

Ach ja, rief Roſa mit frohem Erſtaunen aus, hier muß der irdiſche Himmel ſein in dieſem ſtillen