Teil eines Werkes 
4. Theil (1849)
Entstehung
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zu vermiſſen; und während dieſe noch vor der Thür des Paradieſes ſtehen, wollen wir im Fluge ein paar Geſpräche der Neuvermählten belauſchen.

Meinſt Du wohl, daß ein Kranz von dieſen Blumen mich morgen kleiden würde? ſagte Hildur zu ihremGeliebten, denn natürlicher Weiſe betrachtete ſie Vietor noch als einen ſolchen.

Da Du ſelbſt, mein Engel, ſchöner biſt, als alle Blumen, ſo bedarfſt Du ihrer Hülfe nicht, um Deinen armen Sklaven zu blenden und ganz verrückt zu machen; doch wird dagegen ihr Purpur einen erhöhten Glanz erhalten von Deinen ſchönen goldenen Locken. Aber wir wollen ſie heute Abend nicht brechen; ich fliege morgen früh hieher und hole ſie, da noch der Thau ihre Blätter küßt das gibt ein ſo angenehmes Sinn⸗ bild von unſerer eigenen Morgenſtunde!

Dann aber gehſt Du auch Deines Weges und warteſt mit Geduld, bis ich fertig bin!

Gewiß würde es mir beſſer gefallen, wenn ich Dir helfen dürfte; aber ich unterwerfe mich, weil ich weiß, daß ich um ſo entzückter zurückkomme!

Ja, das eben will ich auch! Aber hier gibt es viele Fremde, und ich will, daß Du ein wenig ſtolz ſein ſollſt auf Deine Frau... Höre, mein liebender Herr! wenn wir in unſer eigenes Haus kommen, ſo wollen wir uns ja nicht einſchließen? Dergleichen iſt in einer gewöhnlichen Idylle recht gut, wir aber wollen die unſrige variiren!

Dadurch wird ſie um ſo entzückender werden!

Bisweilen Geſellſchaft ſchadet nicht!

Und ein Ball erfriſcht das Gemüth... Doch ſieh, welch ein kleiner göttlicher Schmetterling! ſchnell! hilf mir ihn fangen!

Unmöglich! Meinſt Du, ich ſelbſt ſollte Dir Schmetterlinge fangen helfen? Höre, meine kleine Göttin! Du darfſt an dieſe gefährlichen Inſekten nicht weiter denken Ich finde es ganz unter meiner Würde, Dir das zu erlauben!