Teil eines Werkes 
4. Theil (1849)
Entstehung
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Tanzen?... ja, Vater, ich will ſogar mit Ma⸗ dame Lona darin wetteifern! Du hörſt wohl, Vä⸗ terchen, daß ich meine Nebenbuhlerin ſchon kenne.... Doch nun denke auch an die Mutter: ſie ſtirbt ja vor Sehnſucht!

Und nun gab es große Ceremonien, mit Handkuß, Komplimenten und tauſend ſchönen Dingen.

Der Alte war in dem ſiebenundzwanzigſten Him⸗ mel über alle dieſe ſchönen Damen, welche es ſich vor⸗ geſetzt zu haben ſchienen, ihn mit ihren Reizen und ihrer Liebenswürdigkeit ganz verwirrt zu machen: es war der erſte vollkommen ſelige Tag in ſeinem ganzen Leben, und darum kam er auch in den erſten Stunden nicht aus dem bezaubernden Rauſche.

Aber war er wohl der Einzige, der ſich ſo be⸗ rauſcht fühlte? Waren da nicht noch zwei Andere, die es ebenfalls waren? Albin konnte kaum eine Minute ſich mit ſeiner Geliebten beſchäftigen, und dennoch ſtrahlten ſeine Augen von überirdiſcher Freude; denn nächſt dem Gefühle ſeiner eigenen unermeßlichen Glück⸗ ſeligkeit konnte es für ihn nichts Angenehmeres geben, als zu ſehen, welchen tiefen Eindruck Roſa auf ſeinen Pflegevater machte dieſer gute und edle Vater, der nun endlich das ſo lange erſehnte Glück erreicht hatte, eine Familie um ſich zu ſehen.

Die Hochzeit ſollte einige Tage ſpäter gefeiert⸗ werden, nachdem die Gäſte ſich ein wenig von der Reiſe erholt hätten.

Nach dem Mittageſſen und dem Kaffee, nachdem man ein wenig bekannter mit einander geworden und ſo zu ſagen in eine gewiſſe ordentliche Gemüthsver⸗ faſſung gekommen war, die nach den großen Schwall⸗ wogen ruhig und gut ſchmeckte, ſchlug der Alte vor,

Der Jungferthurm. IV. 25

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