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Und kaum hielt der Wagen, ſo ſtand Albin mit einem Sprung auf der Erde; ehe er ſich aber umge⸗ wendet hatte, um Roſa herabzuhelfen, war ſie ihm ſchon nachgeſprungen und an ihm vorbei geeilt; ſie wartete auf keine Präſentation, ſondern warf ſich fröh⸗ lich und warm mit dem Ausrufe kindlicher Hingebung in die weit offenen Arme des Alten.
Unmöglich aber hätte Roſa es beſſer machen kön⸗ nen, als daß ſie ſo ihrem augenblicklichen ſchönen Ge⸗ fühle, ihrer tiefen, mahnenden Bewegung folgte.
Als der alte Hageſtolz zum erſten Mal in ſeinem Leben den reinen Hauch des Kuſſes von einem jungen, ſchönen und unſchuldigen Mädchen auf ſeinen Lippen, eine feine, liebkoſende Hand an ſeinem Halſe fühlte, ward er ſo gerührt und ſo warm um daß Herz, daß alle unbehagliche Verlegenheit augenblicklich verſchwun⸗ den war.
Ohne ſich um irgend Jemand zu bekümmern, als um ſeine Tochter— wie ſtolz war er, ſagen zu können: meine Tochter, meine ſchöne Tochter!— führte er ſie im Triumph mit ſich hinein in das untere Stockwerk, ſeine eigene Wohnung, wo die Ankömmlinge zuerſt ent⸗ gegen genommen werden ſollten; und da es zwiſchen Vater und Schwiegervater mit den gegenſeitigen Aus⸗ rufungen von Glück und Entzücken gar kein Ende nehmen wollte, ſo mußte Albin bei der übrigen Geſellſchaft den Wirth ſpielen.
„Nein, nun iſt's Zeit, daß auch die Andern ihr Theil bekommen!“ ſagte Roſa, indem ſie mit ihren weißen Händchen die Thränen von der Wange des Alten hinwegſtrich und ihn dabei mit einem lächelnden und freudevollen Blicke betrachtete.„Wir durfen nicht länger eigennützig ſein, Väterchen, ſondern da ich ſehe, daß ich mich ſchon in den Beſitz der Favoritſchaft ge⸗ ſetzt habe, ſo beginne ich auch ſogleich mit der Aus⸗ übung meiner Macht!“
„Gott ſegne Dich, daß Du ſo ſüß und lieblich biſt! Zwar habe ich immer geglaubt, daß der Schelm einen
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