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wäre es auf ihn allein angekommen, ſo hätte ſie gewiß ſchon ſeit Johannis ruhen können; doch hier in der Welt muß ja Alles ſeinen ordentlichen Gang gehen, und nur auf Albin's anhaltendes Flehen und auf die beredteſten Briefe ſeines Pflegevaters hatte Frau Mörk ſich endlich bewegen laſſen, die Hochzeit vor dem Ende des Trauerjahres zuzulaſſen.
Dieſe Nachgiebigkeit hatte gleichwohl ihren vor⸗ nehmſten Grund in dem Umſtande, daß im entgegenge⸗ ſetzten Falle unſer Brautpaar vielleicht auf ſeiner Lie⸗ besinſel hätte einfrieren und nicht hinüberkommen kön⸗ nen zu dem unruhig wartenden Vater.
Albin's und Roſa's Hochzeit, und zugleich mit der⸗ ſelben auch die des Conſtabel's und Betty's, ſollten auf Furuwik gefeiert werden— darüber war man ſtets einig geweſen; die beiden andern Paare dagegen waren in den letzten Tagen vor der Reiſe mit großem Pompe in dem alten Salzwedel'ſchen Familienſaale unter dem Schutze der goldenen Gans und Frau Ringeborg's dankba⸗ ren Thränen über das endlich ſo deutlich erreichte Glück des geliebten Sohnes getraut worden.
Man kann ſich vorſtellen, welche Reiſegeſellſchaft ſich darauf nach Stockholm einſchiffte.
Lieutenant Karl war entzückt und ſelig mit ſeiner jungen Gattin, Lieurenant Victor ſchwebte mit ſeiner Göttin in Roſengewölken, Roſa, deren vielfacher Schmerz ſich endlich in eine himmliſche Ruhe verwandelt hatte, war kindlich, natürlich, voller Leben und Freude, wie ehemals; denn mit dem Ende der großen Ereigniſſe war Roſa wiederum ein Kind geworden, und noch dazu war jetzt ihr Herz voll lieblicher Sehnſucht: ſie hatte ihren Albin ja in vollen ſechs Monaten nicht geſehen, und endlich Betty tanzte vor Freuden bei dem Gedan⸗ ken an den Conſtabel und den Sternſhawl, über wel⸗ chen letztgenannten der Conſtabel geſchrieben hatte, daß er endlich gefunden und gekauft wäre, und daß er nun wohlbehalten und ſchön wie ein neugeborner Tag in ſeiner Kiſte läge und wartete.


