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er matt:„auf dieſen beiden Gräbern werden Dir friſche Blumen erkeimen!“ Er berührte ſegnend ihre Stirn und ſah ſich dann um nach ihr, die ihm noch im Tode das Theuerſte war.
Auf ihre beiden älteſten Töchter geſtützt, wankte Amelie hin zu dem Todeslager ihres Gatten.
Was ſie einander ſagten, das hörte Keiner: doch lag Friede in ihren Blicken, Friede in ihren Seelen mitten unter der Trauer der Trennung— doch nur ſie litt von dieſer Trauer: Holgerſen's Blick war mit Hoff⸗ nung und feſter Zuverſicht nach Oben gerichtet, wo er bald den Hafen finden ſollte; doch ſah man, daß er noch Jemanden erwartete, noch Jemanden ſuchte.
Thekla eilte hinaus.
Vor dem Bette, wo der erblaßte Will, benetzt von den Thränen eines Bruders, den ewigen Schlaf ſchlum⸗ merte, ſaß Albin unbeweglich, gleichgültig gegen Alles, außer ſeiner eigenen Trauer..
Da berührte ihn eine leichte Hand; es flüſterte ihm Jemand in's Ohr:
„Ein Sterbender wartet— komm!“
Albin erwachte aus der Erſtarrung ſeines Schmerzes, verſtand Alles und eilte als ein Bote des Troſtes, des Friedens und der Verſöhnung zu Holgerſen's Bett.
Zwei Stunden ſpäter ſtand der reuige, lebensmüde Sünder vor dem Richter, dem er mit ſo demüthiger und hoffnungsvoller Zuverſicht zu nahen gewagt hatte.
Seine letzten zuſammenhängenden Worte waren dieſe geweſen:.
„Der Geiſt.. meines Vaters.. beſuchte mich.. in dieſer Nacht.. Frieden.. der Fluch.. iſt.. gelöſ't!“
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