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renden Teſtamentes, jede in einer beſonderen Reihe, lau⸗ teten folgendermaßen:
„Pflegevater— ſeine Danbarkeit.
Pflegemutter— ſeine Liebe.
Hildur— ſeine Juwelennadel.
Karl— ſeine Achtung.
Victor— ſeine Freundſchaft.
Thekla— ſein Herz.
Roſa— ſeine Thränen, ſein Blut.
Albin— ſeine Rohrpfeife, ſeinen Ring, ſeine Braut.“
Weiter unten ſtanden folgende Sätze:
„Will ſehr Glücklich. Lange gedacht.
Will ſuͤß zu Sterben. Will ſegnen.“
An dem Abende dieſes Tages ſuchte der Todesengel noch einmal das Mörk'ſche Haus heim.
Bei der Nachricht, welche auf eine ſo ſchreckliche Weiſe die Hochzeitfeier unterbrach, erhielt Holgerſen einen neuen Schlaganfall: ſeine durch die vorhergegange⸗ nen unerhörten Erſchütterungen der Seele ſchon ganz erſchöpften Körperkräfte ertrugen nicht dieſen letzten und unerwarteten Schlag.
Nach einigen Stunden erhielt er jedoch ſeine Be⸗ nnung wieder und konnte mit einem dankbaren Blicke Alle überſchauen, die vor ſeinem Bette knieten.
Seine Augen fielen zuerſt auf die lilienbleiche, ver⸗ wittwete Braut, welche ihre Arme zu ihm ausſtreckte und mit der Kraft der Verzweiflung ausrief:
„O Vater, geh Du nun nicht auch hinweg!— Wozu hätte da Alles gedient?“ „Um Dich zu belohnen, geliebtes Kind!“ flüſterte


