Teil eines Werkes 
4. Theil (1849)
Entstehung
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die drei jungen Männer wie Blitze hinunter und zum Hauſe hinaus.

Sie durchſuchten die Heilige⸗Geiſt⸗Kirche und mehrere von den Tempelruinen; doch da war kein Bräutigam zu finden.

Jetzt eilten ſie zu dem Jungferthurm— vieelleicht hatte er ſich an Roſa's Lieblingsplatze vergeſſen.

Albin ſtürzte voraus und ſchob Karl heftig auf die Seite, da er merkte, daß dieſer, gleichſam zufolge eines inſtinktartigen Gefühles der Erſte ſein wollte— Karl mußte weichen.

Alſo ſehen wir Albin noch einmal die Treppe dieſes geheimnißvollen Thurmes hinauf eilen, wo vor einem Monat ein ſo ſchrecklicher Anblick ſeiner gewartet hatte.

Welcher Anblick harrte ſeiner wohl heute?

Er taumelte zurück gegen die Mauer.

Die beiden Andern kamen nach.

Doch keinen Laut gaben ſie von ſich— ihre Augen waren unbeweglich feſtgewachſen an demſelben Gegen⸗ ſtand, auf welchem Albin's Blicke ruhten.

Auf der Moosbank, auf jener Bank, die Will ſeiner Geliebten errichtet, und auf welcher ſie ihr Blut aus Liebe zu einem Andern geopfert hatte, dort ſaß jetzt Will, der Sohn der Seufzer, mit einem himm⸗ liſchen Lächeln auf ſeinem Antlitze... doch er ſaß dort— todt, den treuen Rolf feſt in ſeine Arme gepreßt.

Eine abgebrannte Piſtole lag neben ihm, eine an⸗ dere auf dem Boden.

Er hatte zuerſt den Hund— den einzigen Freund, von welchem er überzeugt war, daß er ſich nie würde tröſten können— und dann ſich ſelbſt erſchoſſen.

In ſeinem Taſchenbuche fand man ſpäterhin einen Bogen Papier, welcher folgende mit großen Buchſtaben geſchriebene Aufſchrift hatte:

„Will's Teſtament.“ Und die Beſtimmungen dieſes myſtiſchen und rüh⸗

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