Teil eines Werkes 
4. Theil (1849)
Entstehung
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neuem Schrecken: ſie reichte ihm ihre Stirn, welche er leicht berührte.

In dem darauffolgenden Augenblicke war er ver⸗ ſchwunden.

Die drei letzten Stunden waren verfloſſen.

Die Gäſte waren verſammelt.

Die Brautmatte lag ausgebreitet im Saale, die Tabourete und die Kiſſen vor derſelben warteten; auch der Hochzeittiſch, an dem andern Ende gedeckt, wartete. Nur der Geiſtliche war noch nicht gekommen, konnte aber in jedem Augenblicke eintreffen.

„Iſt die Braut ganz in Ordnung?“ fragte Frau Ringeborg, indem ſie mit einem vertraulichen Blicke, der von ihren jetzigen günſtigen Gefühlen zeugte, Thekla's Hand drückte.

„Vollkommen!“

„Und der Bräutigam?“ flüſterte Karl Holgerſen zu, welcher vor Kurzem oben geweſen war.

„Er wartet!“ antwortete dieſer dumpf.

„Wo haben wir den Capitain?“ forſchte der Raths⸗ herr, welcher bis jetzt den einzigen Verwandten des Bräutigams noch nicht geſehen hatte.

„Hier, Vater!“.

Karl blickte auf die Thür, durch welche in dieſem Augenblicke Albin eintrat, doch nicht mit jener feierlichen Würde, welche die Wichtigkeit des Tages und der Stunde heiſchte, auch nicht mit jenem freien, anmuthigen und angenehmen Anſtande, der ihm ſonſt eigen war, ſondern eilfertig, heftig, ſonderbar, und kaum ließ er ſich Zeit zu einem kurzen Gruße, ſondern trat ſogleich zu Victor und flüſterte dieſem einige Worte zu..

Victor wurde todtenblaß und verließ ſogleich mit Albin das Zimmer..

„Was bedeutet das?“ ſtotterte Amelie und betrach⸗ tete ihren Mann.

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