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eine todte, ſchlaffe Troſtloſigkeit und bald eine Wuth lag, die ſchrecklicher war, als alles Andere.
Jetzt aber war es aus mit der letzten Beherrſchung.
Seine Umarmung wurde krampfhaft, ſeine Lippen drückten ſich feſt, wild, brennend an die ihrigen, und dennoch konnte ſie in ihrer unbeſchreiblichen Todesangſt nicht ſchreien, nicht den geringſten Laut von ſich geben, denn der Ausdruck in ſeinen Augen, zu gleicher Zeit ſtrahlend und drohend, voller Liebe, Schrecken und Mit⸗ leiden, beherrſchte ſie vollkommen.
So verfloſſen einige Secunden.
Da, nach einem von jenen moraliſchen Erdbeben, da die Leidenſchaften wieder von einer höheren Macht unterjocht wurden, warf er ſich von Neuem zu ihren Füßen, benetzte ihre Hände mit ſeinen Thränen und blickte zu ihr empor mit der demuthvollſten Bitte um Verzeihung.
Die junge Braut war noch allzu ſehr erſchüttert, um weder ihr Mißfallen noch ihren Schmerz ausdrücken zu können; ſie war glücklich, daß ſie ſich für den Augen⸗ blick frei fühlte, und der Blick, welcher den ſeinigen be⸗ antwortete, ſprach daher eher von Dankbarkeit, als von Vorwürfen.
In der nächſten Minute öffnete Thekla die Thür; dieſe kam, um anzuzeigen, daß es Zeit wäre, an den Anzug zu denken.
Will hörte nicht, merkte jedoch, daß Jemand ge⸗ kommen war.
Er ſtand auf, warf noch einen langen Blick auf ſeine Braut und ging dann zur Thür; als er ſie aber ſchon geöffnet hatte, kehrte er noch einmal um und ſtreckte
ſchnell die gefalteten Hände nach Roſa aus.
„Liebe Roſa!“ ſagte Thekla,„er ſieht ſo aufgeregt aus: geh' und gib ihm die geringſte Liebkoſung— er wird dann ruhiger werden!“
Roſa eilte nach der Thür hin.—
Die Veränderung in Will's Zügen fſilt⸗ ſie mit


