Teil eines Werkes 
4. Theil (1849)
Entstehung
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ſo dachte ich, ich müßte wohl nachhören, ob der Capitain nichts zu befehlen hätte.“

„Schaffe Wind, wenn Du kannſt— da haſt Du meinen erſten Befehl!“

„Hat keine Noth, Herr Capitain: in einigen Stun⸗ den haben wir ſo vielen Wind, daß wir auslaufen können.... Verlaſſen Sie ſich auf mich, Herr Capitain! — Sie wiſſen, ich verſtehe mich darauf, ihm auf die rechte Art meine Cour zu machen!“

„Ja, jetzt aber fürchte ich, Du bekommſt mit einer andern Art von Courmachen genug zu thun!“

„O, Einer kann wohl mit zwei Arten von Couren zu gleicher Zeit fertig werden, denke ich... doch verzeihen Sie meine Frage, Herr Capitain: wollen Sie die frem⸗ den Damen zum Frühſtück haben, oder ſollen ſie allein eſſen?“ „Ich müßte ſie wohl getroffen haben, ehe ich der⸗ gleichen Anſtalten träfe. Du kannſt mich bei ihnen zum Beſuch anmelden, ſobald ſie in Ordnung kommen— oder wenn ſie es bei ſich ſo durch einander geworfen haben, daß ſie mich nicht annehmen können, ſo bitte ſie, hier einzutreten: hier ſoll es bald ebenſo fein ausſehen, wie in einem Salon zu Lande; wenn ihnen das aber auch nicht anſteht, ſo bitteſt Du ſie, auf's Deck zu kom⸗ men: ich möchte ſie gerne ſprechen, ehe wir unter Segel

ehen.“ geh„Sobald ſie fertig getakelt ſind, werde ich ſie hieher führen, während die kleine Jungfer drinnen rüſtet, und dann können Sie ja vom Deck kommen. Sie wiſſen ja nichts davon, wo der Capitain wohnt— ich bringe ſie nur in den Salon, und damit gut!“— „Behüte, mein lieber Bas. Du ſetzeſt mich ja mit aller Deiner Feinheit und Delicateſſe ganz in Erſtaunen! Ich denke, ein paar ehrliche Frauen werden ſich eben nicht genirt fühlen, wenn ſie wiſſen, daß ich in dieſem Zimmer wohne— ſie werden doch wohl begreifen, daß unmöglich das ganze Fahrzeug zu Wohnzimmern einge. richtet ſein fann!“

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