Teil eines Werkes 
3. Theil (1849)
Entstehung
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und glaube mir: es kommt auf Dich ſelbſt an, das Herz Deines künftigen Gatten und ſeine ganze Dankbar⸗ keit zu gewinnen! Wer, wenn nicht ich, wird die Be⸗ mühungen zu ſchätzen wiſſen, welche Dich ſo ſehr in meinen und aller Menſchen Augen erheben; wer, wenn nicht ich, wird die Stunde ſegnen, die uns zu einander führte, wenn ich an dem Ende unſeres Verlobungsjahres mit wärmeren Worten, als jetzt, Dir für das theure, mir ertheilte Gelübde danken kann!... Ach, die Macht des Weibes iſt groß, wenn ſie mit Nachdenken die großen Reichthümer anwendet, welche ſie nicht nur in ihrer Schönheit, in ihrer Anmuth beſitzt, ſondern auch in ihrem Verſtande, in ihrer Herzensgüte und in jenem feinen dattiz der ihr ſagt, wann Alles am beſten anzuwen⸗ den iſt!

Es iſt mein feſter Entſchluß, mich wenigſtens zu bemühen, ſo zu werden, wie Du wünſcheſt! ſagte Hildur, dießmal mit einem Anfluge ernſter Rührung, denn Karl's letzte herzliche Worte hatten einen tiefen Eindruck auf ſie gemacht.

Danke! ſagte er mit ſeinem guten, treufeſten Tone; das iſt Alles, was ich wünſchen, Alles, was Du ver⸗ ſprechen kannſt ja, verſprächeſt Du mehr, ſo würde ich Deinen Worten weniger glauben, als jetzt. Und ſei auch Du verſichert, ich werde nie unterlaſſen, zu Deinem Glücke beizutragen, ſo viel in meinen Kraͤften ſteht; und ſo heilig iſt mir der Titel meiner Verlobten, welchen Du führſt, daß ich, ſelbſt wenn es Dir gleichgültig ſein ſollte, mit ernſter Kraft an meiner Befreiung aus der Gewalt der Gefühle, welche ich jetzt nicht einmal zu nennen ein Recht habe, arbeiten will.

Ich danke Dir, Karl, für dieſe edle Verſicherung, und gebe Dir dagegen die meinige, daß auch ich niemals vergeſſen will, was Deiner künftigen Gattin ange⸗ meſſen iſt!

Und hiemit war Alles, was jetzt ſich abmachen ließ, geſagt und beſiegelt. War aber Hildur wohl glücklich

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