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„Mein theurer, lieber Sohn! jetzt ſiehſt Du gewiß ein, daß ich geſtern mit meinen Bitten nicht ganz Un⸗ recht hatte. Jetzt aber iſt geſchehen, was geſchehen iſt, und ich bin auch feſt überzeugt, daß Du bei dem Tauſch nicht verloren haſt.“
Karl nickte den Worten und Hoffnungen ſeiner Mutter einen ſtummen Beifall zu.
„Mein Sohn, ich will, daß Du gegen mich ein wenig offenherziger biſt!“
„Wozu ſollte das dienen, Mutter? Wenn ich geſtern als ein Thor handelte, was ſich ſchwerlich beſtreiten läßt, ſo habe ich wohl jetzt um ſo mehr Urſache, als ein klu⸗ ger Mann zu handeln, und ein ſolcher ſetzt ſich nicht hin, um über Dummheiten zu jammern, welche er doch ſelbſt angerichtet hat.“
„„und Du glaubſt alſo heute Abend ſtark genug zu ſein, um hingehen zu können?“
„Ich muß wohl... Laß mich jetzt aber ein wenig allein, damit ich das Eine und das Andre überlegen kann— ſo viel will ich Dir ſagen, Mutter, daß ich dieß nöthig habe!“.
„Thue wie Du willſt, lieber Sohn— nur um eine Sache bitte ich Dich: ſei nicht allzu ernſt gegen Dein Bräutchen, denn das, Du verſtehſt wohl? wuürde ſie tief verletzen.“
„Ich glaube kaum, daß ſie ſo ſehr feinfühlend iſt, ſonſt hätte ſie wohl ein ſo gemachtes Anerbieten ver⸗ worfen!“
ſeisbes nun?“ ſagte Frau Ringeborg in ihrem ſtol⸗ eſten und gebietendſten Tone—„ſprichſt und urtheilſt
u ſo über diejenige, welche Deine eigene Mutter Dir gewählt hat?... Ich muß Dir ſagen, mein lieber Karl, es iſt nothwendig, daß Du Alles, was Ihr redetet, ehe ſie ihren Beifall gab, Dir in Dein Gedächtniß zurück⸗ rufſt— ſie war gewiß nicht leichtſinnig!“
Und Frau Ringeborg, welche mit ihrem tiefen Ge⸗ fühl für den Werth der ächten Weiblichkeit Hildur's
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