abſchicken kannſt, zu thun? Haſt Du der Mamſell
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„O, nichts Anderes! Den ſoll Mamſell Roſa in Wisby haben, die jüngſte Tochter des Großhändlers meine ich. Wiſſen Sie nicht mehr, Herr Capitain: ſie, die ſo ſchön und ſo freundlich und ſo herzlich beſchei⸗ den war?“
„Kannteſt Du ſie?“ fragte Albin, hoch erröthend bei dem Gedanken, daß er ſo leicht, ſo ganz unvorbereitet von ihr, die ihm beſtändig in den Gedanken lag, Nach⸗ richten erhalten konnte.
„Sollte ich das nicht? Ich ſah ſie in mehr als einer ſchönen Morgenſtunde oben bei der Signalſtange ſtehen und wenn ſie ihr Köpfchen hinſtreckte und auf das Meer hinausblickte, während der Arm um die Stange geſchlungen lag, ſo war es mir accurat ſo, als ſähe ich eine bezauberte Prinzeſſin, die aus dem Perlenſaale der Meerfrau heraufgetaucht war... Jeſus, wie ſchön war ſie!“—
„Du dummer Satan! warum weckteſt Du mich denn nicht?“
„O, Herr Capitain, Sie ſind ſo ruhiger Natur— daß ich glaubte, es verlohnte ſich nicht der Mühe, Sie darum heraus zu purren.“
„Von ſo ruhiger Natur— welch ein einfältiger Ausdruck! Weißt Du, mein lieber Bas, ich kann mich wirklich über Dich ärgern! Ich bin doch wohl kein Klotz und kein Stein, kannſt Du das nicht einſehen? Und eben ſo gut, als ich ein ſchönes Gemälde betrachte, kann ich mir wohl auch ein ſchönes Mädchen in einer ſo ſeheückenden Stellung, wie ſie gehabt haben muß, anſehen.“
„Ja wohl,“ ſagte Bas liſtig,„die Gemälde waren aber näher bei der Hand, da ſie in der Kajüte waren.“
„Gut— was hat denn nun aber dieß mit dem Surre⸗Matts und mit dieſem Briefe, den Du aamalic
oſa etwas zu ſagen, ſo muß ich wohl die Commiſſion über⸗ nehmen, Dir zu helfen!“— Der Jungferthurm. III. 2


