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Und der alte Mann beugte ſich ſo herzlich freundlich auf Lona's Bett herab, welches ſehr nett mit einer Decke und mit Vorhängen von den beſten oſtindiſchen Schnupf⸗ tüchern des Herrn Stangerling verſehen war.
Die Töne, welche er der Violine entlockte, wurden immer einförmiger und klagender, während er ſich ſelbſt mit kleinen, kurzen, zum Takte paſſenden Ausrufungen accompagnirte.„Teufelsjunge— keine Liebe, keine Hoch⸗ eit... läßt mich in der Einſamkeit ſitzen... muß am Pnde doch wohl... ſterben.. als.. Einſiedler!“ Bei dem letzten Worte erſtarb der letzte Ton in der Violine; das Kinn des Alten ſank herab auf die alte Dienerin, die auf der Bruſt ruhte, und der Arm mit dem Violin⸗ bogen blieb unbeweglich ausgeſtreckt auf dem Schaukel⸗ brette liegen.
Da erklangen in einiger Entfernung ganz andere, friſche, jugendliche, aus einem warmen Herzen entſprun⸗ gene Töne— und ehe es der Alte ſich verſah, ſprang Capitain Albin aus der Chaiſe und flog zu ihm hin. Stangerling kam dabei ſo in Aufregung, daß er bei⸗
nahe ſeine älteſte Freundin auf die Seite geſtoßen hätte, um den Pflegeſohn um ſo eher an die Bruſt drücken zu können.
„Hier komme ich, mein theurer Vater, mit einem
Gruße von dem alten Jungen, der jetzt wohlbehalten
zu Gefle im Hafen liegt, und mit einem Gruße von meinem himmliſchen Seefräulein, die das blaue Element noch nicht mit dem Glücke, ſie zu tragen, beehrt hat!... Gott ſei Lob und Dank, daß ich den alten Papa ohne Podagra treffe!.. Ja, es ſchmeckt ſchön, an einem Vaterherzen zu ruhen!“
„Würde wohl beſſer ſchmecken,“ meinte der Alte, indem er ſich die Augen rieb,„wenn Du an dem Her⸗ zen einer ſchönen Frau ruhteſt— ſieh, das könnte noch etwas ſein!... Aber, willkommen, Brauſewind— wonach flatterſt Du hieher mitten im Sommer?
„Bin ich vielleicht nicht willkommen?“ ſagte Albin,


