Teil eines Werkes 
3. Theil (1849)
Entstehung
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Dritte Abtheilung.

Erſtes Capitel. Auf Furuwi k.

Die Wälder, Wieſen und Blumenbeete dufteten herrlich, die Vögel ſchlugen in der ſtillen Abendſtunde ihre Triller, und die Sonne, welche eben im Begriff war unterzugehen, warf einen Goldſchleier über den großen Hofteich, auf welchem die Enten hin⸗ und her⸗ ſchwammen und ihre kleinen grünen Inſeln von grünen Blättern hinter ſich herzogen.

Auf einem Schaukelbrette vor dem großen Herren⸗ hauſe des Gutes Furuwik ſaß der alte Stangerling im Sommerrocke und mit einer ſchwarzen Mütze auf dem Kopfe. Er ſpielte ſeine Violine und blickte bald auf die Bäume, bald auf den Himmel, die Vögel und die Enten im Teiche, welche ihn gar ſehr zu unterhalten ſchienen, und ſehr oft ruhte ſein Blick auf einem großen Weidenkorbe, der neben ihm ſtand, und aus welchem dann und wann eine umbundene Tatze hervorſah.

Sehr wohl, Lona! ſchwatzte der Alte mit ſeiner Vertrauten, der Beherrſcherin von Furuwik, welche zur geheimen Freude des ganzen Hausperſonales das Un⸗ glück gehabt hatte, bei einem unerhörten Sprunge ihren einen Puß zu verrenkenſehr wohl kannſt nicht

mehr tanzen! Arme Madame Lona! wohnſt jeßt in einem Korbe... befindeſt Dich gewiß ſchlecht da Der Jungferthurm. III. 1

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