Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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Fünfundzwanzigſtes Capitel. Auf der Kreuzweide.

Jetzt lag der alte Junge beladen und klar da, um beim erſten guten Winde die Anker zu lichten.

Am Abende vor dem letzten, den Capitain Albin in Wisby verlebte, war er gegangen, um die Frau des Matroſen zu beſuchen, der aus Haß gegen Herrn Mörk die Schmuggelei angegeben hatte. Der Mann war ſchon im Gefängniß, denn daß Mörk ſich nicht zum zweiten Male verurtheilen ließ, da er durch ein freches Laͤugnen frei ausgehen konnte, das war nach der Art, wie er die Sache anſah, ganz natürlich.

Albin dagegen, in deſſen redlichem Herzen kein Haß über alle Unannehmlichkeiten, welche dieſe Anzeige ihm verurſacht hatte, entſtehen konnte, war eben im Begriff, der armen Frau mit einem Scherflein beizuſpringen, als er, auf den Hausflur gekommen, eine lieblich klingende Stimme, die er ſehr gut kannte, mit inniger Güte ſagen hörte:

O, ich verdiene gar kein Lob, gute Frau! Gott gebe, ich hätte nur halb ſo große Macht, als ich den Willen habe, aller Verdrießlichkeit und allem Unglücke, das ſich ereignet, zuvorzukommen!

Ja, ja! antwortete die Stimme der Frau mit Rachdiralle Armen kennen Mamſell Roſa ſehr wohl!

Ja, wir kennen einander! entgegnete Roſa mit unnachahmlicher Anmuth....Doch, liebe Frau, ſage Sie nicht, daß ich das Geld gegeben habe: es kommt nicht von mir!

Dieſes Kind hat das Herz eines Engels!, ſagte unſer Capitain, indem er, der Vorſchrift des Feingefühls folgend, zurück ging und ſeine Promenade fortſetzte. Papa Stangerling würde gewiß... Hier erröthete Albin ſtark und verſuchte ſeine Gedanken zu unterbrechen,