Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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Du ſiehſt wohl ein, daß nur ein Bär ohne die geringſte Bewegung mit dieſen kleinen Stichen vorlieb nimmt: aber ſie kommen auch natürlicher Weiſe nicht tiefer, als nur in die bloße Haut.

Victor! ſagte Karl mit gedämpftem Gefühl, aber voll tiefen Ernſtes,als ich Dich zu dieſem Spazier⸗

ange einlud, da hatte ich die Abſicht ich will es

läugnen ein vernunftiges Wort mit Dir zu reben: die Nacht, die Gegend, die Natur, Alles, meinte ich, müßte auch Dich zum Nachdenken ſtimmen. Ich hoffte, wir würden uns aufführen als Männer und nicht als thörichte Knaben!

Ganz gewiß iſt es nicht Deine Abſicht, Dir ſelbſt dieſes Epitheton zu geben alſo beehrſt Du wohl mich allein mit dem TitelKnabe undthöricht oben⸗ drein?

Du haſt Dich bisher in unſern äußerſt delikaten Verhältniſſen wirklich als ein ſolcher benommen. Jetzt aber mußt Du einſehen, daß es Zeit iſt, daran zu den⸗ ken, was Du Deiner Ehre ſchuldig biſt!...

Aha! ſind wir endlich zu Beſchuldigungen von dieſer Beſchaffenheit gelangt? Weißt Du, Lieutenant Salzwedel, ſo gefällſt Du mir beſſer! Du ſiehſt alſo ein, daß uns ohne einen Aderlaß nicht zu helfen iſt?

Schwatze nun nur nicht wieder Wahnſinn! Iſt nicht ohnehin ſchon Verwirrung und Elend genug vor⸗ handen, ohne daß wir gegen Windmühlen anzureiten brauchen?

Gut Du machſt mich zu einem Don Quixotte; wenn Du aber auf den Verſuch eingehſt, ſo wirſt Du ſehen, daß ich nicht in die Luft fechte... Rein heraus geſagt: Du haſt Deine Augen auf meine Braut ge⸗ worfen!

Und Du biſt in meine verliebt wie ein Wahn⸗ ſinniger!

O, ‚herrlich jetzt wird es ſchön!

Du ſpielſt eine doppelte Rolle, Victor, eine ver⸗ ächtliche Rolle!