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wurden. Tialvar zündete Feuer an, und dadurch wurde der Zauber gelöst: die Inſel ſchlug Wurzel und wurde bald ganz feſt. Die neuen Ankömmlinge beſchloſſen nun, hier ihre Wohnung aufzuſchlagen, begannen das Land urbar zu machen, bevölkerten daſſelbe ferner und wurden ſo die Stammeltern der jetzigen Bewohner der Inſel, welche, obgleich ſie alſo die Oſtgöten zu ihrer nächſten Verwandtſchaft zählen, dennoch von den Schweden und den Leuten unter dem ſchwediſchen Walle gleich⸗ ſam reden, als wären dieſe ein fremdes Volk.
In der Mitte zwiſchen dem Mutterlande und der liefländiſchen Küſte liegt jetzt der räffinut'ſche Ballaſt ruhig da. Daß aus dem Schiffsraume eine ganze kleine Thierwelt mitgekommen iſt, das ſieht man deutlich an der Menge von Schnecken, Seeigeln, Muſcheln und Korallen, welche man von dem Faröſunde bis an die „Schlafkammer des Alten auf dem Hoberge“ in den Kalkſteinlagern überall verſteinert antrifft.*)
Schönere, wenn auch nicht ſo intereſſante Natur⸗ wunder hat aber dieſes kleine nordiſche Land in ſeiner reichen, beinahe morgenländiſchen Vegetation aufzu⸗ weiſen. Eine von dem mildeſten Klima umhauchte Ober⸗ fläche— wo der Wallnußbaum die Größe der Eiche er⸗ reicht, wo die Maulbeeren in ihrer üppigſten Schwärze prunken und die Weinrebe unter freiem Himmel die Mauern mit reifen Trauben bekleidet— liefert übrigens einen guten Vorrath von lieblichen Ausſichten über blumenbedeckte Wieſen und fruchtbare Ackerfelder, um⸗ gürtet von dem ewig düſtern Walde, deſſen Stille hie und da von dem Krachen des Maſtbaumes gegen die Axrt des Arbeiters, oder von dem gellenden Geſchrei eines aus den Sümpfen aufgeſchreckten Seevogels unter⸗ brochen wird.
*) Der Faröſund trennt im Norden Gottland von der klei⸗ nen ſandigen Inſel Farö, und der Hoberg iſt die ſüd⸗ liche Spitze von Gottland.
Anmerk. d. Ueberſ. 1*


