Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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Keſſel: mit vierzehn Böten ruderte man Tag und Nacht in's Kreuz und in die Quere, und erſt drei Wochen ſpäter fand man den Ochſen hinter dem Erbſenſchaum an der einen Kante... Eines Tages, da das Schiff in der ſpaniſchen See lag und kreuzte, bekam der Capi⸗ tain den Einfall, einmal einen kleinen Beſuch in der Oſtſee zu machen. Geſagt, gethan, obgleich er eine übermenſchliche Beſchwerde hatte, ſich durch den Oere⸗ ſund zu lootſen. Doch alle ſeine Beſchwerde war ver⸗ gebens: die Oſtſee geſiel ihm nicht, und er fand es bald für gut, wieder umzukehren. Zu dem Ende ließ er dort, wo die Schute verteiet lag, ein paar Matroſen ſich zu Pferde ſetzen und ſich acht Tage vorher mit den Befeh⸗ len hinweg begeben, damit die Leute in Ordnung ſein möchten, die Schooten loszuwerfen, zu geien und back zu braſſen. Doch wollte es nicht recht gehen, ſo lange er das Fahrzeug nicht erleichtert hatte. Jetzt wurde der Ballaſt über Bord geworfen und daraus entſtand damals auf der einen Seite Gottland und auf der an⸗ dern Oeland, das Bugſpriet aber ſtrich quer über Born⸗ holm hinweg, und nahm allen Wald dieſer Inſel mit ſich fort, welcher hernach in aller Ewigkeit nicht wie⸗ der gewachſen iſt.. Wo das Schiff Räffinut nach dieſer Geſchichte geblieben iſt, das weiß kein Menſch; daß es jedoch noch heutigen Tages in der See ſpuckt, wenn Sturm und Ungewitter bevorſtehen, das iſt ſo wahr wie der Tag.

Gottland, auf dieſe Weiſe in die weit offenen Arme der Oſtſee hinausgeworfen, konnte Anfangs keinen feſten Grund finden, ſondern ſchwebte wie eine andere Er⸗ zählung vermeldet, in jeder Nacht auf der Oberfläche des Meeres und ſank wieder, wenn der Tag grauete. So hatte die Inſel eine Zeitlang zwiſchen Höhe und Tiefe gekämpft, als ein Mann aus Oſtgötland, Na⸗ mens Tialvar nebſt ſeinem Sohne Hafdi und deſſen Gattin Hvita⸗Stjerna*) vom Winde dorthin verſchlagen

5 D. h. Weiß⸗Stern.