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Abenteuer nicht für ärger angeſehen wurden, als ſie in der That betrachtet zu werden verdienten, und derglei⸗ chen mehr.
An einem Abende, da Albin ſich gleichwohl wenig geneigt fühlte, an das Glück zu glauben, ſagte er zu ſich ſelbſt:„Glücklicher Weiſe kann ich immer noch dar⸗ auf rechnen, daß Herr Colling mir eine ſo große Summe leiht, daß ich nach Stockholm reiſen kann: dort muß es wohl möglich ſein, wo nicht ein Schiff zu erhalten, ſo doch einen Platz als Steuermann für eine Winterreiſe. Ich will ein Billet an Colling ſchreiben— er weiß, daß ich ihn nicht betrüge!“
Und Albin ſchrieb, und der erſte Buchhalter auf dem Comptoir des Herrn N.. antwortete:
„Es thut mir leid, mein allerbeſter Herr Jentzel; aber es iſt eben in dieſen Tagen die Rede von einer Aſſociation zwiſchen mir und meinem Principal, und daher würde es höchſt unpolitiſch von mir ſein, ja viel⸗ leicht meine eigenen Vortheile gänzlich vernichten, wenn ich einem Manne, den er ſo von Herzen haßt, Geld leihe. Entſchuldigen Sie mich daher und ſeien Sie überzeugt von der aufrichtigen und mitleidsvollen Theil⸗ nahme, welche ich Ihrer ungewöhnlichen Einfalt im Ge⸗ ſchäftsleben zolle! Glauben Sie mir— und ich beſitze einige Erfahrung— auf die Art, wie Sie angefangen haben, geht es gewiß nicht! Ein ehrlicher Kerl gilt oft für einen Schelm, während ein Schelm noch öfter für einen ehrlichen Mann gilt.
Ihr verpflichteter A. Colling.“
Mit Verachtung warf Albin den Brief in den Ofen. Zwar wußte er eine Perſon, welche ihm dieſen Dienſt ſehr gern erzeigt haben würde; doch mit warmer Röthe auf der Wange geſtand er ſich, daß es ihm rein unmög⸗ lich ſein würde, ſich an ſie zu wenden: ſie war ja die Gattin des nichtswürdigen N.. Ueberdieß verboten ihm das Feingefühl und gewiſſe Symptome in ſeinem Her⸗ zen, zu ihr auch nur in der allerentfernteſten Verbind⸗


