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angeboten— ja ſie war ſo weit gegangen, ſich ihm ſelbſt bei ſeinen erſten unerfahrenen Schritten als Befehlshaber zum Steuermann vorzuſchlagen. Und für alles dieſes, für Reichthum, Unabhängigkeit, Selbſtſtändigkeit ver⸗ langte ſie weiter nichts, als nur die Hoffnung, daß er ſie eines Tages ohne Unwillen ſehen wollte.
Aber zurückgewieſen zu ihren Pflichten als Gattin, abgewieſen in ihren verſchiedenen Rollen als Mutter, Freundin und Schweſter, begann die Liebe der Mutter
Steuermann ſich nach der ſchwarzen Tiefe zu neigen:
der Widerſtand reizte ſie. Obgleich ſie jedoch die Hoff⸗ nung keineswegs aufgab, ſo wuͤnſchte ſie doch Rache, um ſich einſtweilen zu unterhalten. Es war wohl bis jetzt nur ein Spiel— das Spiel der Tigerkatze— doch aus dem Spiele konnte einſt Ernſt werden. Dahin aber durfte es ſobald noch nicht kommen: der Jüngling reifte wohl zum Manne heran! Sie hatte ſchon fruͤher auf die Frucht gewartet, welche ſie ernten wollte, und inzwiſchen ſchlichen in der Finſterniß Geküchte umher, welche ſeine Lage noch ſchutzloſer, bitterer und drückender machen konnten— mit einem Worte Gerüchte, wie ſie dieſelben haben wollte. Bald erzählte man ſich, er wäre mit auf einem ausländiſchen Fahrzeuge geweſen, welches durch ein unbekanntes Ereigniß zu Grunde gegangen wäre, und wobei er Vater, Bruder und bedeutende Reichthümer verloren hätte; an die Reichthümer glaubte kein Menſch, obgleich man ſeine eigenen Gedanken hatte von dem Umſtande, daß er ganz allein gerettet worden war; bald war er auf einem Fahrzeuge geweſen, das in den Grund gebohrt worden— eine ganze ſchmutzige Ge⸗ ſchichte, in welche er zu London verwickelt geweſen war. Aus Göteborg war er entlaufen und, wie man glaubte, aus Frankreich ehenfalls, woſelbſt es mit ſeinem Vater nicht ganz richtig geweſen war; doch lag immer ein geheimnißvoller Schleier über dieſe ganze Sache verbreitet. Genug: Albin Jentzel war ein kühner und gut maskirter
Menſch, der nur ſeiner Jugend und ſeiner großen Ver⸗
ſtellungskunſt es zu danken hatte, daß ſeine zweideutigen


